Lese- und Schreibförderung von Flüchtlingskindern

Kultusminister Lorz übergibt Wiesbadener Heimatkundebuch für Flüchtlingskinder

Thema: 
Sprachförderung
18.02.2016Hessisches Kultusministerium

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Übergabe des Wiesbadener Heimatkundebuch für Flüchtlingskinder
Jürgen Heller (Autor des Buches „Wiesbaden – eine Entdeckungsreise mit dem Riesen Ekko“), Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Nicola Wolfermann (Schulleiterin der Otto-Stückrath-Schule Wiesbaden Biebrich), Loretta und Hubert Schuld (Gründer von „Wiesbaden – meine Stadt. H. und L. Schuld Stiftung“), die Lehrerin der Intensivklasse sowie drei Schülerinnen und Schüler.
© HKM

Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute die Otto-Stückrath-Schule in Wiesbaden-Biebrich besucht und dabei gemeinsam mit der „Wiesbaden – meine Stadt. H. und L. Schuld Stiftung“ das neuaufgelegte Sach- und Heimatkundebuch „Wiesbaden – eine Entdeckungsreise mit dem Riesen Ekko“ übergeben. Das mit 2.500 Euro aus den Lotto-Mitteln des Hessischen Kultusministeriums unterstützte Buch dient der noch besseren Lese- und Schreibförderung und wird in den nächsten Wochen an Flüchtlingskinder in Intensivklassen an Grundschulen der Stadt Wiesbaden verteilt. „Die Identifikation mit der eigenen Stadt und der Heimat ist für alle Menschen, aber besonders für Heranwachsende und die nun zu uns nach Hessen gekommenen jungen Flüchtlinge ungemein wichtig. Die Schülerinnen und Schüler sollen durch das unterhaltsame und zugleich wissensfördernde Ratgeberbuch über die Stadt Wiesbaden ihr neues Zuhause entdecken und kennenlernen“, betonte Kultusminister Lorz.

„Die Sprache ist der Schlüssel zur erfolgreichen Integration.“

Die Stiftung „Wiesbaden – meine Stadt. H. und L. Schuld Stiftung“ hat die Neuauflage des Buches von Autor Jürgen Heller maßgeblich unterstützt. Ihr Stiftungsgedanke ist, den Bürgerinnen und Bürgern der hessischen Landeshauptstadt ihre Heimat mit Projekten nahezubringen. Ein besonderes Augenmerk legt die Stiftung dabei auf Programme, die diese Identifikation bereits vom Kindesalter an fördern. „Die Sprache ist der Schlüssel zur erfolgreichen Integration. Lesen und Schreiben lernen mit einem Heimatkundebuch fördert nicht nur das Kennenlernen, sondern auch die Identifikation der Flüchtlingskinder mit ihrer neuen Heimat. Das entspricht voll und ganz unserem Stiftungszweck“, so die beiden Stifter Hubert und Loretta Schuld. Kultusminister Lorz zeigte sich vom tatkräftigen Einsatz der Stifter überaus angetan: „Ich möchte Hubert und Loretta Schuld meinen Dank für ihr gesellschaftliches wie finanzielles Engagement aussprechen. Die Mitfinanzierung zur Anschaffung des Buches aus Lottomitteln, die dem Hessischen Kultusministerium zur Verfügung stehen, war uns bzw. mir als Bürger Wiesbadens ein besonderes Anliegen. Die Wissenserweiterung und Weiterbildung der jungen Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter sind eine zentrale Aufgabe, der wir uns mit großem Einsatz widmen“, so Lorz.

Das Heimatkundebuch „Wiesbaden – eine Entdeckungsreise mit dem Riesen Ekko“ bietet auf etwa 160 Seiten viele anschauliche und nützliche Erklärungen und Informationen rund um das Stadtgebiet Wiesbaden mit seinen Sehenswürdigkeiten. Weiterhin sind politische, wirtschaftliche und umweltspezifische Bereiche des Rhein-Main-Gebiets, die Geschichte der Stadt sowie Listen mit wichtigen Adressen und Kultur- und Freizeitmöglichkeiten Teil der Lernlektüre. Darüber hinaus bietet das Werk zahlreiche interaktive Möglichkeiten wie Bilderrätsel, eine Stadtrallye oder Sehenswürdigkeiten zum Ausmalen.

Hintergrund zur Otto-Stückrath-Schule:

Die Otto-Stückrath-Schule in Wiesbaden-Biebrich gehört zu den Wiesbadener Grundschulen, die Deutsch-Intensivklassen zur Sprachförderung von Flüchtlingen und Zuwanderern eingerichtet haben. Insgesamt besuchen 167 Schülerinnen und Schüler in neun Klassen im aktuellen Schuljahr die Otto-Stückrath-Schule. An der Biebricher Grundschule gibt es seit diesem Schuljahr eine Deutsch-Intensivklasse. Für Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht ausreichend sprechen und verstehen, bietet die Schule außerdem vor der Einschulung einen Vorlaufkurs zum Erlernen der deutschen Sprache an

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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