Startseite Presse Pressemitteilungen Pressearchiv Kultusministerin Nicola Beer begrüßt spanische Auszubildende an der Werner-von-Siemens-Schule Frankfurt
Ausbildung

Kultusministerin Nicola Beer begrüßt spanische Auszubildende an der Werner-von-Siemens-Schule Frankfurt

12.09.2013Hessisches Kultusministerium

Spanische Auszubildende.jpg

© HKM

Kultusministerin Nicola Beer hat heute an der Werner-von Siemens-Schule in Frankfurt 22 Auszubildende aus Spanien begrüßt, die in Handwerksbetrieben in der Region eine Ausbildung zum Elektroniker oder zur Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik absolvieren werden.

Kultusministerin Nicola Beer: „Bienvenidos a Frankfurt. Ich freue mich sehr, Sie zu Beginn Ihrer Ausbildung hier in Hessen herzlich willkommen zu heißen. Sie haben die Möglichkeiten des gemeinsamen europäischen Arbeitsmarkts genutzt und werden eine duale Ausbildung absolvieren, die Theorie und berufliche Praxis miteinander verzahnt. Das hessische berufliche Bildungssystem arbeitet eng mit Industrie und Handwerk zusammen, um die duale Ausbildung weiter auszubauen. Die Ausrichtung mit europäischer Perspektive über Deutschland hinaus ist dabei eine wichtige Neuerung, die Sie unmittelbar nutzen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihrem beruflichen Weg und hoffe, dass Sie sich in Hessen schnell einleben“.

Bernd Ehinger, der Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main begleitete den Besuch. „Die duale Ausbildung im Handwerk ist einer der Garanten für die Sicherung der Prosperität der Wirtschaft - überall in Europa. Wir werben weiterhin intensiv um Schulabgänger aus der Region, um sie für eine Karriere im Handwerk zu begeistern; zum Beispiel über Praktika und Kooperationen mit Schulen. Das Spanienprojekt der Kammer ist ein weiteres Projekt, um junge Menschen aus ganz Europa in Ausbildung zu bringen," sagte er. Ehinger verwies auf aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen wie den Fachkräftebedarf und den demografischen Wandel: "Wir freuen uns, dass die duale Ausbildung und die Perspektive des Meisterbriefes europaweite Anerkennung und Interesse bei jungen Leuten aus Spanien erfährt, die derzeit wenig Chancen in ihrem Land sehen. Das ist auch ein klares Signal für alle diejenigen, die die Perspektiven im Handwerk nicht anerkennen oder kleinreden wollen. Zur dualen Ausbildung gibt es keine Alternative.“

Die Ausbildungszusammenarbeit zwischen Hessen und der Autonomen Gemeinschaft Madrid ist eine Säule des im November 2012 unterzeichneten Kooperationsvertrags. Die Potenziale der beiden Regionen sollen durch verstärkten Austausch im wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereich verzahnt und besser genutzt werden. Junge Menschen aus der Region Madrid erhalten die Möglichkeit, eine duale Ausbildung in Hessen zu absolvieren. Den spanischen Jugendlichen soll so eine berufliche Perspektive gegeben werden, gleichzeitig ist die Anwerbung spanischer Fachkräfte eine Möglichkeit für die hessischen Unternehmen, dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main kooperiert mit dem Hessischen Kultusministerium im Rahmen eines Pilotprojekts zur dualen Ausbildung junger Madrilenen, das die Ausbildungsberufe Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Dachdecker anbietet. Nach Orientierungsseminaren, die auch die Familien der künftigen Auszubildenden einschlossen, Sprachkursen sowie einem Praktikum in Hessen, haben insgesamt 44 junge Spanierinnen und Spanier einen Ausbildungsvertrag unterschrieben und ihre Ausbildung zum neuen Schuljahr begonnen.

 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
Schließen