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Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Start für den „Pakt für den Nachmittag“ in Waldeck-Frankenberg

Thema: 
Ganztag
25.05.2016Hessisches Kultusministerium

Kultusstaatssekretär Lösel, Landrat Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Deutschendorf unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Start für Pakt für den Nachmittag in Waldeck-Frankenberg
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© HKM

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg startet im kommenden Schuljahr 2016/17 als weitere Schulträgerregion in den ‚Pakt für den Nachmittag‘. Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel, Landrat Dr. Reinhard Kubat und der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf unterzeichneten heute in der Grundschule Edertal die Kooperations­vereinbarung zwischen dem Land und dem Landkreis für das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen.

„Ich freue mich heute hier in Edertal zu sein und den Startschuss im Landkreis Waldeck-Frankenberg für den Ganztagsausbau in den sieben teilnehmenden Grundschulen geben zu können. Gerade in einem ländlich geprägten großen Flächenkreis ist es wichtig, die Anstrengung von Land, kommunalen Partnern und Schulgemeinden zu bündeln und ein attraktives, regionales und vielfältiges Bildungsangebot zu gewährleisten“, stellte Staatssekretär Lösel zufrieden fest und ergänzte: „Unser ‚Pakt für den Nachmittag gewährleistet genau dies und bringt uns dem Wunsch vieler Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine bessere individuelle Förderung für die einzelnen Schüler wieder ein Stück näher.“

Ein effektiveres Bildungs- und Betreuungsangebot

Das betonte auch der Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg, Dr. Reinhard Kubat: „Ich bin froh, dass von unseren 38 Grundschulen im Landkreis alle sieben Schulen, die sich um Aufnahme in den Pakt für den Nachmittag beworben haben, vom Hessischen Kultusminister berücksichtigt wurden“, sagte er. „Mit der heutigen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung leisten wir so den Auftakt für ein noch effektiveres Bildungs- und Betreuungsangebot in unserem Landkreis.“ Auch der Erste Kreisbeigeordnete und neue Schuldezernent Jens Deutschendorf begrüßte die Zusammenarbeit und die damit verbundene gemeinsame Verantwortung von Land und Kreis, für mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe in Waldeck-Frankenberg zu sorgen. „Mein Bestreben wird es sein, auch an weiteren Grundschulen im Landkreis entsprechende Bildungs- und Betreuungsangebote zu schaffen, um noch mehr Familien die Chance zu eröffnen, Beruf und Familie zu attraktiven Bedingungen miteinander zu vereinbaren“, sagte Jens Deutschendorf. „Die örtlichen Vereine – vor allem auch die regionalen Sportvereine – möchte ich daher dazu einladen, unsere Schulen bei der Gestaltung der Bildungs- und Betreuungsangebote zu unterstützen.“ Beide betonten, dass der Landkreis im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten alles dazu beitragen werde, weiteren Schulen die Aufnahme in den Pakt für den Nachmittag zu ermöglichen.

Im Rahmen des „Pakts für den Nachmittag“ stellt das Land  die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht, die in Wiesbaden genauso gelten wie andernorts. Der Kultusstaatssekretär betonte, dass mit dem Pakt erstmals gemeinsame Angebote von Land und Kommunen geschaffen würden: „Auf diese Weise entwickeln wir die ganztägig arbeitende Schule aus einer Hand und mit einem gemeinsamen Konzept weiter.“ Wichtig sei, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt oder gestrichen werden, sondern die schon bestehenden vielmehr ergänzt und besser miteinander verzahnt würden.

Start mit sieben Grundschulen

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg startet zum kommenden Schuljahr zunächst mit sieben Grundschulen im Pakt für den Nachmittag. Diese sind:

  • Mittelpunktschule Sachsenhausen, Waldeck
  • Cornelia-Funke-Schule, Gemünden
  • Humboldt-Schule, Korbach
  • Grundschule Edertal, Edertal
  • Grundschule Helenental, Bad Wildungen
  • Schule Breiter Hagen, Bad Wildungen
  • Henkelschule, Vöhl

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote wie das Deutsche Rote Kreuz, die Verwaltung des Nationalparks Kellerwald-Edersee und verschiedene regionale Sportvereine werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. Insgesamt stellt das Land für den Pakt für den Nachmittag im kommenden Schuljahr bis zu 180 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

Hintergrund:

Der „Pakt für den Nachmittag“ begann im laufenden Schuljahr (2015/16) zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.  Zum kommenden Schuljahr steigen zehn weitere Schulträgerregionen ein, so dass dann die Hälfte aller hessischen Schulträger am Pakt teilnehmen wird. Mit dem Pakt sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 122 Grundschulen in 16 Schulträgerregionen dabei sein. 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer