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Kooperationsvereinbarung unterschrieben

Start für „Pakt für den Nachmittag“ in der Stadt Gießen

Thema: 
Ganztag
02.06.2016Hessisches Kultusministerium

Kultusstaatssekretär Lösel und Schuldezernentin Eibelshäuser unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

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Start für „Pakt für den Nachmittag“ in der Stadt Gießen
Kooperationsvereinbarung unterschrieben.
© HKM

Die Stadt Gießen startet im kommenden Schuljahr 2016/17 als weitere Schulträgerregion in den „Pakt für den Nachmittag“. Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel und Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser unterzeichneten heute in der Ludwig-Uhland-Schule die Kooperations­vereinbarung zwischen dem Land und der Stadt Gießen für das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen. „Heute ist ein guter Tag für die Schullandschaft in Gießen. Nachdem wir bereits zum laufenden Schuljahr den Landkreis Gießen gewinnen konnten, freut es mich besonders, heute auch in der Stadt Gießen den Startschuss für den ‚Pakt für den Nachmittag‘ und somit für ein zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Ganztagsangebot geben zu können. Ich bin der Überzeugung, dass es für eine so eine bedeutende Universitätsstadt wie Gießen von großer Bedeutung ist, Ganztagsangebote zur Verfügung zu stellen, die dem Wunsch vieler berufstätiger Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Studium, Ausbildung und Beruf gerecht werden“, stellte Staatssekretär Lösel zufrieden fest und ergänzte: „Das Besondere beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ ist, dass nun erstmals die Anstrengungen von Land, kommunalen Partnern und Schulgemeinden gebündelt werden. Darauf können alle Akteure stolz sein!“

Ein weiterer Baustein zu guten Ganztagsschulen

„Der Beitritt zum ‚Pakt für den Nachmittag‘ ist ein weiterer Baustein auf dem wichtigen Gießener Weg zu guten Ganztagsschulen“, erklärte die städtische Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser. Die Kooperation ermögliche eine sinnvolle und für Eltern wie Kinder wichtige Ergänzung und Erweiterung der bisher schon vielfältigen Konzepte und Angebote der ganztägig arbeitenden Schulen in Gießen. „Durch die Zusammenarbeit wird es möglich, Eltern und Kindern an sechs Grundschulen ein festes und verlässliches Angebot zu machen. Die individuellen Standortbedingungen und pädagogischen Profile im Ganztag bleiben dabei erhalten“, so Eibelshäuser. In den nächsten Schuljahren soll die Kooperation auch auf andere Grundschulen ausgeweitet werden.

Im Rahmen des „Pakts für den Nachmittag“ stellt das Land  die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht, die in Gießen genauso gelten wie andernorts. Der Kultusstaatssekretär betonte, dass mit dem Pakt erstmals gemeinsame Angebote von Land und Kommunen geschaffen würden: „Auf diese Weise entwickeln wir die ganztägig arbeitende Schule aus einer Hand und mit einem gemeinsamen Konzept weiter. Besonders wichtig ist zudem, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt oder gestrichen werden, sondern die schon bestehenden vielmehr ergänzt und besser miteinander verzahnt werden.“

Start mit sechs Grundschulen

Die Stadt Gießen startet zum kommenden Schuljahr zunächst mit sechs Grundschulen in den „Pakt für den Nachmittag“. Diese sind:

  • Pestalozzischule (mit den Klassen 3 und 4)
  • Käthe-Kollwitz-Schule
  • Sandfeldschule
  • Korczakschule
  • Ludwig-Uhland-Schule
  • Goetheschule

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 07.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote wie die Arbeiterwohlfahrt Gießen, das Deutsche Rote Kreuz, die Städtische Schülerbetreuung, der Tanzsportverein Rot-Weiß-Gießen, die Basketball-Abteilung des VfB Gießen, der Hessischen Sportjugend und die Musikschule Gießen werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. Insgesamt stellt das Land für den Pakt für den Nachmittag im kommenden Schuljahr bis zu 180 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

Hintergrund:

Der „Pakt für den Nachmittag“ begann im laufenden Schuljahr (2015/16) zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.  Zum kommenden Schuljahr steigen zehn weitere Schulträgerregionen ein, so dass dann die Hälfte aller hessischen Schulträger am Pakt teilnehmen wird. Mit dem Pakt sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 122 Grundschulen in 16 Schulträgerregionen dabei sein. 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer