Kooperationsvereinbarung unterschrieben

Start für „Pakt für den Nachmittag“ im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Thema: 
Ganztag
24.06.2016Hessisches Kultusministerium

Staatssekretär Lösel und Landrat Koch unterzeichnen Kooperationsvereinbarung.

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Start für Pakt für den Nachmittag im Kreis Hersfeld-Rotenburg
stehend v. l.: Anja Csenar (Fachdienstleitung Schulen und Gebäude), Antje Lerch (Fachdienstleitung Schulverwaltung), Anita Hofmann (Leiterin des Staatlichen Schulamtes Bebra), Thomas Fehling (Bürgermeister der Kreisstadt Bad Hersfeld), Edgar Steube (Leiter des Fachbereichs Generationen), Andreas Hilmes (Schulaufsichtsbeamter), Michael Kapuschowski (Schulleiter der Georg-August-Zinn-Schule Heringen), Inis Rabe (Schulleiterin der Grundschule Bebra-Breitenbach), Christa Pettermann (Schulleiterin der Haunetal-Schule), Susanna Stelzer (Stv. Schulleiterin der Ernst-von-Harnack-Schule) und Karina Schnaar (Schulleiterin der Ernst-von-Harnack-Schule). sitzend: Landrat Dr. Michael Koch und Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel
© HKM

Als eine von zehn weiteren Schulträgerregionen wird im kommenden Schuljahr 2016/17 auch der Landkreis Hersfeld-Rotenburg in den ‚Pakt für den Nachmittag‘ starten. Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel und Landrat Dr. Michael Koch unterzeichneten heute in der Ernst-von-Harnack-Schule in Bad Hersfeld die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land und dem Kreis für das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen.

Ein besonderer Tag für die Region

„Heute ist ein besonderer Tag für die Region und deshalb freue ich mich auch, hier in Bad Hersfeld zu sein und den Startschuss für den Ganztagsausbau im Landkreis Hersfeld-Rotenburg geben zu können. Fünf Grundschulen werden ab dem kommenden Schuljahr dabei sein. Wir wollen damit die Anstrengungen von Land, kommunalen Partnern und Schulgemeinden bündeln und ein attraktives, regionales und vielfältiges Bildungsangebot schaffen“, erklärte Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel. „Unser ‚Pakt für den Nachmittag‘ gewährleistet genau dies und bringt uns dem Wunsch vieler Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine bessere individuelle Förderung für die einzelnen Schüler wieder ein Stück näher.“

Landrat und Schuldezernent Dr. Michael Koch ergänzte: „Die Realisierung des Paktes ist mir eine Herzensangelegenheit. Ich danke dem Kultusminister, dass wir an dieser Runde noch teilnehmen konnten. Außerdem gilt mein Dank den Schulkollegien, Städten, Gemeinden und Vereinen, die individuelle Lösungen für die beteiligten Schulen ermöglicht haben. Die Umsetzung des Paktes ist nicht nur zukunftsorientierte Familienpolitik sondern steht auch für gute Wirtschaftspolitik in unserer Region mit historisch niedriger Arbeitslosigkeit.“

Ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot

Im Rahmen des „Pakts für den Nachmittag“ stellt das Land die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht, die im Kreis Hersfeld-Rotenburg genauso gelten wie andernorts. Der Kultusstaatssekretär betonte, dass mit dem Pakt erstmals gemeinsame Angebote von Land und Kommunen geschaffen würden: „Auf diese Weise entwickeln wir die ganztägig arbeitende Schule aus einer Hand und mit einem gemeinsamen Konzept weiter.“ Wichtig sei, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt oder gestrichen werden, sondern die schon bestehenden vielmehr ergänzt und besser miteinander verzahnt würden.

Der Kreis Hersfeld-Rotenburg startet zum kommenden Schuljahr zunächst mit fünf Grundschulen im Pakt für den Nachmittag. Diese sind:

  • Georg-August-Zinn-Schule Heringen
  • Ernst-von-Harnack-Schule Bad Hersfeld
  • Grundschule Ronshausen
  • Schule im Baumgarten Bebra-Breitenbach
  • Haunetal Grundschule

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote wie die Kommunen, Schul-Fördervereine, die Musikschule Bad Hersfeld, örtliche Vereine sowie Feuerwehr, THW und Deutsches Rotes Kreuz werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. Insgesamt stellt das Land für den Pakt für den Nachmittag im kommenden Schuljahr bis zu 180 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

Hintergrund:

Der „Pakt für den Nachmittag“ begann im laufenden Schuljahr (2015/16) zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.  Zum kommenden Schuljahr steigen zehn weitere Schulträgerregionen ein, so dass dann die Hälfte aller hessischen Schulträger am Pakt teilnehmen wird. Mit dem Pakt sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand im kommenden Schuljahr 122 Grundschulen in 16 Schulträgerregionen dabei sein. 

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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