Ganztagsangebote

Start für „Pakt für den Nachmittag“ in Kassel

Thema: 
Ganztag
08.07.2015Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz, Oberbürgermeister Hilgen und Schuldezernentin Janz unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

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Der Pakt für den Nachmittag startet in Kassel
© HKM

Mit der Stadt Kassel startet jetzt der fünfte Schulträger in Hessen in das Pilotprojekt ‚Pakt für den Nachmittag‘: Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Schuldezernentin Anne Janz unterzeichneten heute in der Fridtjof-Nansen-Schule Kassel die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land und der Stadt Kassel für das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen. „Heute ist ein weiterer guter Tag für Hessens Grundschülerinnen und Grundschüler. Mit der vierten Unterzeichnung des ‚Pakts für den Nachmittag“ befinden wir uns nun auf der Zielgeraden des im vergangenen Jahr initiierten Pilotverfahrens zum Ausbau der Ganztagsangebote“, stellte Kultusminister Lorz zufrieden fest und ergänzte: „Ich freue mich besonders, dass wir mit der Stadt Kassel nun auch einen Schulträger aus Nordhessen in das Boot für ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr holen konnten. Jede Kooperation bringt uns dem Wunsch vieler Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine bessere individuelle Förderung für die einzelnen Schüler ein Stück näher.“

Kinder, Eltern und Kommune profitieren

„Die Nachfrage an Hortplätzen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, zurzeit sind 1600 Kinder im Ganztag angemeldet“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Von dem „Pakt für den Nachmittag“, der einen Teil dieses Bedarfs decke, profitierten daher die Kinder, die Eltern und auch die Kommune.

„Die Betreuungszeit geht in Kassel an jedem Schultag verlässlich bis 14.30 Uhr und wird ergänzt durch ein Hortangebot bis 17 Uhr. Das ist wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, erläutert Kassels Schul- und Jugenddezernentin Anne Janz. „Den Kindern ermöglicht der Pakt für den Nachmittag zusätzliche Förderung und bessere Teilhabechancen durch die Ganztagsangebote. Mit der Beteiligung am Pakt können wir unsere bereits erfolgreich erprobte Zusammenarbeit von Schule und Hort an den ganztägig arbeitenden Grundschulen weiter ausbauen.“

Im Rahmen des „Pakts für den Nachmittag“ stellt das Land  die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht, die in Kassel genauso gelten wie andernorts. Der Kultusminister betonte, dass mit dem Pakt nun erstmals gemeinsame Angebote von Land und Kommunen geschaffen würden: „Auf diese Weise entwickeln wir die ganztägig arbeitende Schule aus einer Hand und mit einem gemeinsamen Konzept weiter.“ Wichtig sei, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt oder gestrichen werden, sondern die schon bestehenden vielmehr ergänzt und besser miteinander verzahnt würden.

Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote vor Ort werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. Insgesamt stellt das Land für die sechs Pilotschulträger bis zu 145 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

In Kassel starten zum kommenden Schuljahr zunächst 13 Grundschulen im Pakt für den Nachmittag. Diese sind:

  • Schule Brückenhof – Nordshausen
  • Friedrich-Wöhler-Schule
  • Schule Schenkelsberg
  • Grundschule Waldau
  • Grundschule Bossental
  • Fridtjof-Nansen-Schule
  • Losseschule
  • Schule am Wall
  • Ernst-Leinius-Schule
  • Fasanenhofschule
  • Hupfeldschule
  • Schule Königstor
  • Valentin-Traudt-Schule

Hintergrund zum „Pakt für den Nachmittag“

Zum kommenden Schuljahr startet der „Pakt für den Nachmittag“ zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.  Mit dem Pakt sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 57 Grundschulen in den sechs Pilotschulregionen im kommenden Schuljahr mit dem Pakt starten.

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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