Mitbestimmung

Schülervertretung

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Schülerinnen und Schüler stapeln ihre Hände übereinander
© Robert Kneschke/Fotolia com

Die Schülervertreterinnen und Schülervertreter nehmen die Interessen der Schülerinnen und Schüler in der Schule, gegenüber den Schulaufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit wahr und üben die Mitbestimmungsrechte der Schülerinnen und Schüler in der Schule aus. Die Mitglieder der Schülervertretung werden von den übrigen Schülerinnen und Schülern gewählt und können auch nur durch sie wieder abgewählt werden. Für ihre Arbeit sollen ihnen in der Schule geeignete Räume und ausreichend Zeit zur Verfügung gestellt werden. Die Mitglieder der Schülervertretung sind in ihren Entscheidungen frei, aber der Schülerschaft verantwortlich. Sie sind verpflichtet, den Mitschülerinnen und Mitschülern über ihre Tätigkeit zu berichten.

Klassensprecher und Schülerrat

In den Schulen der Mittel- und Oberstufe (Sekundarstufe I und II) wählen in der Regel die Schülerinnen und Schüler einer Klasse eine Klassensprecherin oder einen Klassensprecher und eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter für die Dauer eines Schuljahres. Die Klassensprecherinnen und -sprecher bilden den Schülerrat der Schule. Die Schulsprecherin bzw. der Schulsprecher hat den Vorsitz im Vorstand des Schülerrats, dem darüber hinaus zwei Stellvertreterinnen bzw. Stellvertreter angehören. Der Schülerrat übt die Mitbestimmungsrechte in der Schule aus: So können sein Vorstand und drei weitere Angehörige an den Gesamtkonferenzen mit beratender Stimme teilnehmen. An Schulen mit mindestens fünf Lehrkräften kann der Schülerrat eine Lehrerin oder einen Lehrer als Verbindungslehrkraft sowie eine Stellvertretung wählen, die dem Schülerrat beratend zur Seite stehen.

In den Grundschulen sind die Schülerinnen und Schüler in die Arbeit der Schülervertretung einzuführen. Die Schülerinnen und Schüler einer Klasse können aus ihrer Mitte eine Klassensprecherin oder einen Klassensprecher wählen.

In den Schulen für Erwachsene und an den Fachschulen werden Studierendenvertretungen gewählt.

Kreis- und Stadtschülerräte, Landesschülerrat

Auch auf der Ebene der Landkreise, kreisfreien Städte oder kreisangehörigen Gemeinden, die Schulträger sind, gibt es Schülerräte. Die Kreis- und Stadtschülerräte werden von jeweils zwei Vertreterinnen und Vertretern des Schülerrats der Schulen und Ersatzschulen gewählt. Die Kreis- und Stadtschülerräte wählen wiederum aus ihrer Mitte die Mitglieder des Landesschülerrats, der einen Landesvorstand bildet. Dieser Landesvorstand vertritt die schulischen Interessen der hessischen Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und -stufen gegenüber dem Kultusministerium.

Der Landesschülerrat ist anzuhören zu

  • allgemeinen Bestimmungen über Bildungsziele und Bildungsgänge, insbesondere in Kerncurricula, Lehrplänen und Prüfungsordnungen,
  • allgemeinen Bestimmungen, welche die Aufnahme in weiterführende Schulen und die Übergänge zwischen den Bildungsgängen regeln,
  • allgemeinen Richtlinien für die Auswahl von Lernmitteln,
  • allgemeinen Schulordnungen, soweit sie das Unterrichtswesen gestalten.

Das Mitbestimmungsrecht der Schülerinnen und Schüler sowie alle Aspekte der Schülervertretungen/Studierendenvertretungen sind im Hessischen Schulgesetz (§§ 121-125) geregelt, das Sie im Bereich Schulrecht finden. Nähere Ausführungen enthält die „Verordnung über die Schülervertretungen und die Studierendenvertretungen“, die ebenfalls im Bereich Schulrecht unter „Schulische Gremien“ eingesehen werden kann.