Hilfe für versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler

Ostercamps

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Teilnehmer des o.camps in Kassel
© DKJS

Das Hessische Kultusministerium setzt im Schuljahr 2016/2017 das erfolgreiche Projekt der Ostercamps fort. Das Projekt soll es versetzungsgefährdeten Schülerinnen und Schülern an Haupt-, Real- und Gesamtschulen ermöglichen, ohne „Ehrenrunde“ in die nächste Klassenstufe zu wechseln. Dank des innovativen Konzepts und der Unterstützung der Schulen haben 2016 über 80 Prozent der Camp-Teilnehmerinnen und Camp-Teilnehmer das Klassenziel noch erreicht.

Auch in diesem Schuljahr werden in den Osterferien wieder zwei Formen von Ostercamps angeboten. In vier zentralen Projekt-Camps - den o.camps - erhalten Jugendliche gezielte Unterstützung, um Leistungsdefizite und Lernschwächen abbauen können. Ebenso können Schulen selbst aktiv werden und ihre Schule in einen Camp-Standort verwandeln. 2016 haben 43 Schulen ihren Schülerinnen und Schülern ein Ostercamp angeboten.

Zentrale o.camps in Frankfurt, Kassel, Offenbach und Wiesbaden

In Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) organisiert das Hessische Kultusministerium in Frankfurt, Kassel, Offenbach und Wiesbaden die zentralen o.camps. In gut ausgestatteten Jugendherbergen und Jugendbildungsstätten erhalten 240 versetzungsgefährdete Haupt-, Real- und Gesamtschulschülerinnen und -schüler der 8. Klassen zwei Wochen lang in den Osterferien Gelegenheit, ihre schulischen Leistungen zu verbessern und sich in gemeinsamen Lernwerkstätten für gute Schulabschlüsse fit zu machen. Im Mittelpunkt stehen das Nacharbeiten von Fachkenntnissen, Freude am Lernen durch neue Lernstrategien sowie das Aufbauen neuen Selbstbewusstseins durch gemeinsame Projekte mit anderen Jugendlichen.

Die Haupt-, Real- und Gesamtschulen der vier zentralen o.camp-Regionen werden vom Hessischen Kultusministerium angeschrieben und bekommen die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler für die o.camps anzumelden.

Schulen werden zum Camp-Standort -
Landesweit schulbezogene Ostercamps

Darüber hinaus werden Schülerinnen und Schülern, deren Versetzung und Abschlüsse gefährdet sind, an einzelnen Schulen schulbezogene Ostercamps angeboten. In den Osterferien erhalten Jugendliche der teilnehmenden Schulen ein intensives Lern- und Methodentraining, das ebenfalls die Motivation fördern soll. Öffentliche hessische Schulen können solche Ostercamps durchführen, wobei das Hessische Kultusministerium die Organisation finanziell unterstützt. Die Kurse werden von internen oder externen Lehrkräften, Sozialpädagogen, Referendaren und Lehramtsstudierenden höherer Semester geleitet und umfassen komprimiertes Wiederholen der Lehrplan-Inhalte sowie gezielte Übungen für die Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch oder einer weiteren Fremdsprache. Die Unterrichtszeiten der schulbezogenen Ostercamps sind variabel, unterscheiden sich vom Schulalltag durch bewegte Pausen, gemeinsames gesundes Frühstück und Mittagessen sowie eventuelle Kurs- und Freizeitangebote an Nachmittagen.

Schulen können sich beim Projektbüro Ostercamps im Hessischen Kultusministeriums für die Teilnahme bewerben.