PRIMARSTUFE

Grundschule

In die Grundschule kommen Kinder mit vielen unterschiedlichen Erfahrungen und Lernvoraussetzungen. Das Lernen in der Grundschule knüpft an diese individuellen Lernbedürfnisse der Kinder an und ermöglicht ihnen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.

Die Grundschule als gemeinsame Grundstufe des Bildungswesens umfasst die ersten vier Jahrgangsstufen. Für alle Kinder, die bis einschließlich 1. Juli geboren sind und damit bis zum 30. Juni das sechste Lebensjahr vollenden, beginnt am 1. August die Schulpflicht. Jüngere Kinder, die nach dem 30. Juni das sechste Lebensjahr vollenden, können auf Antrag der Eltern eingeschult werden. Die Entscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter.

Die rechtlichen Grundlagen für den Schuleintritt und die Gestaltung der Primarstufe sind in der „Verordnung zur Ausgestaltung der Bildungsgänge und Schulformen der Grundstufe (Primarstufe) und der Mittelstufe (Sekundarstufe I) und der Abschlussprüfungen in der Mittelstufe" (VOBGM) festgelegt. Diese finden Sie im Bereich Schulrecht" unter Schulorganisation".

Flexibler Schulanfang

Aufgrund der unterschiedlichen Lernausgangslagen haben sich viele Grundschulen für die Form des Flexiblen Schulanfangs entschieden. Hierbei sind die Jahrgangsstufen 1 und 2 zu einer pädagogischen Einheit zusammengefasst. Alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs werden ohne Feststellung der Schulfähigkeit in die Schule aufgenommen und in alters- und entwicklungsgemischten Gruppen unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, entsprechend ihrem individuellen Lern- und Leistungsvermögen die zusammengefassten Jahrgangsstufen 1 und 2 auch in einem Schuljahr oder in drei Schuljahren zu durchlaufen.

Unsere Informationsbroschüre zum Thema Flexibler Schulanfang finden Sie hier.

Betreuungsangebote

Die Berufstätigkeit beider Elternteile oder veränderte Familienstrukturen erfordern in verstärktem Maße die Einrichtung öffentlicher Betreuungsangebote, die den Eltern die Gewissheit geben, dass ihre Kinder auch außerhalb der verbindlichen Schulzeiten in der Schule verbleiben können. Die Hessische Landesregierung hält daher im Haushalt Mittel aus dem Kommunalen Finanzausgleich vor, um Betreuungsangebote an Grundschulen sowie an Grundstufen der Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen und der Grundstufen der Schulen mit Förderschwerpunkt Sprachheilförderung zu unterstützen. Als Träger der Maßnahmen stellt der Schulträger für die Betreuungszeiten geeignetes Personal ein. Ein pädagogisches Konzept wird in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schule erstellt. Die Teilnahme an den Betreuungsangeboten steht allen Schülerinnen und Schülern offen und ist freiwillig. Die Betreuungsangebote können in enger Zusammenarbeit mit Kinderhorten und freien Initiativen ausgebaut werden.