Für Schulleitungen und Lehrkräfte

Häufig gestellte Fragen

Wie ist die Präsenz von Lehrkräften in der Schule geregelt?
Welche Hygienevorschriften sind bei der Unterrichtsorganisation an weiterführenden Schulen zu beachten?
Was ist ab dem 22. Juni bei der Unterrichtsorganisation an Grundschulen zu beachten?
Was ist im Umgang mit der Schulverpflegung in Zeiten von Covid-19 zu beachten?
Wie viele Wochenstunden sind vorgesehen?
Muss der Unterricht an weiterführenden Schulen jetzt wieder täglich in der Schule erteilt werden?
Welche Regeln gelten in den Pausen?
Was ist bei Versetzungsentscheidungen zu beachten?
Wie wird die Notfallbetreuung gestaltet?
Wird es eine Notfallbetreuung in den Sommerferien geben?
Welches Personal kann in der Notfallbetreuung eingesetzt werden?
Wer übernimmt die Kosten für abgesagte Klassenfahrten, Exkursionen, etc.?
Gilt dies auch für Ersatzschulen?
Gilt dies auch für Fahrten im Rahmen des Erasmus+-Programms?

Welche Regelungen gelten für die Erste Staatsprüfung?

 Wie ist die Präsenz von Lehrkräften in der Schule geregelt?

Ab dem 27. April wird der Schulbetrieb schrittweise wiederaufgenommen. Dies bedeutet für den Großteil der Lehrkräfte, dass sie wieder in die Schulen gehen dürfen. Die Freistellung von Lehrkräften sowie sozialpädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Unterricht an öffentlichen Schulen ist nur noch dann vorgesehen, wenn sie selbst oder Personen, mit denen sie in einem Hausstand leben, bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus aufgrund einer vorbestehenden Grunderkrankung oder Immunschwäche dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind und ein entsprechendes ärztliches Attest vorliegt.

Es sollen keine Zusammenkünfte in größerem Umfang und größerer Zahl stattfinden, bei denen größere Personengruppen zusammentreffen.

Welche Hygienevorschriften sind bei der Unterrichtsorganisation an weiterführenden Schulen zu beachten?

Die Gruppengröße richtet sich nach den räumlichen Gegebenheiten vor Ort. Zwischen den Schülerinnen und Schülern sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern in alle Richtungen eingehalten werden. Die Gruppengröße soll in der Regel 15 Schülerinnen und Schüler nicht übersteigen. 
Zum Hygieneplan für Schulen

Was ist ab dem 22. Juni bei der Unterrichtsorganisation an Grundschulen zu beachten?

Der Unterricht findet in einer konstanten Lerngruppe in einem fest zugewiesenen Raum statt. Dadurch ist es möglich, das Abstandsgebot im Sinne der vorgegebenen Mindestabstände aufzuheben. Inklusiv beschulte Schülerinnen und Schüler nehmen am Unterricht der Lerngruppe oder Klasse teil, der sie angehören.

Die Klassenlehrkraft soll im größtmöglichen Stundenumfang im Unterricht in ihrer Klasse eingesetzt werden und kann – sollte ihr Stundenvolumen nicht ausreichend sein – zur Abdeckung des Unterrichts durch eine weitere Lehrkraft oder anderes pädagogisches Personal ergänzt werden. Für jede Klasse ist somit entweder der Einsatz der Klassenlehrkraft oder im Bedarfsfall eines festen Personalteams vorgesehen. Dabei ist wichtig, dass das in einer Klasse tätige Personal möglichst nur in genau einer Klasse und in einem Klassenraum eingesetzt wird. Die üblichen Hygiene-Regeln (Händewaschen, Desinfizieren) gelten weiterhin.

Was ist im Umgang mit der Schulverpflegung in Zeiten von Covid-19 zu beachten?

Grundsätzliche Informationen zum Verpflegungssystem, zur Mahlzeiteneinnahme sowie zur Speisenzubereitung und –ausgabe finden Sie in den Handlungsempfehlungen für die Schulverpflegung in Zeiten von Covid-19. 

Wie viele Wochenstunden sind vorgesehen?

Der Unterricht sollte in der Regel einen Umfang von mindestens 20 Wochenstunden umfassen. Gegebenenfalls kann es notwendig sein, Stundenplananpassungen vorzunehmen.

Muss der Unterricht an weiterführenden Schulen jetzt wieder täglich in der Schule erteilt werden?

Nein. Grundsätzlich besteht die Zielsetzung, den Schülerinnen und Schülern so viel Präsenzunterricht wie möglich bereitzustellen. Die Schulen wählen deshalb die Organisationsform für die Umsetzung entsprechend der personellen und räumlichen Möglichkeiten vor Ort, so dass eine möglichst optimale Unterrichtsabdeckung gewährleistet werden kann. Die Schulen nehmen die Einteilung der Gruppen für den Präsenzunterricht vor und organisieren für diese Lerngruppen die Verteilung der Unterrichtsstunden auf wöchentliche Präsenzzeiten. Für Schulen, die bereits das „Schulportal“ nutzen, sollte die Bereitstellung von Unterrichtsmaterial über diese Plattform organisiert werden. Für alle weiteren Schulen empfiehlt sich die Information auf den üblichen Kommunikationswegen.

Weitere Anregungen zum digitalen Lernen finden sich auf den Internetseiten des Hessischen Kultusministeriums und der Lehrkräfteakademie unter dem Thema „Corona“.

Welche Regeln gelten in den Pausen?

Pausenregelungen sollten gestaffelt ausgestaltet werden, so dass möglichst wenige Schülerinnen und Schüler miteinander in Kontakt kommen. Die Abstandsregeln und die Vorgaben des Infektionsschutzes sind auch in den Pausenzeiten zu wahren. Da die Schulen unterschiedliche Bedingungen hinsichtlich ihrer Größe, Ausstattung und räumlichen Möglichkeiten haben, sind dazu schulinterne Abstimmungen zu treffen.

Was ist bei Versetzungsentscheidungen zu beachten?

Grundsätzlich werden die Versetzungsentscheidungen auf der Grundlage der Noten im Jahreszeugnis getroffen. Werden die Versetzungsbedingungen in diesem Schuljahr nicht erfüllt, erfolgt trotzdem eine Versetzung in die höhere Jahrgangsstufe. In den Fällen, in denen der vor der Zeit der Schulschließungen gezeigte Leistungsstand der Schülerin oder des Schülers eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Jahrgangs­stufe nicht erwarten lässt, sollen die Eltern beraten und auf die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung hingewiesen werden.

Soweit eine Versetzungsentscheidung mit dem Abschluss der Jahrgangsstufe 9 (Hauptschulabschluss) und dem mittleren Abschluss (Realschulabschluss) gleichgestellt werden kann, wird die Versetzung auch ohne Vorliegen der Voraussetzungen für sie ausgesprochen, sodass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, mittels der Versetzung einen Schulabschluss zu erlangen.

Wie wird die Notfallbetreuung gestaltet?

Die Notfallbetreuung gilt an Grundschulen bis zum 22. Juni 2020 und an weiterführenden Schulen bis zum 3. Juli 2020. Die Gruppengröße im Bereich der Notfallbetreuung soll so klein wie möglich gehalten werden. Sie bestimmt sich grundsätzlich in Abhängigkeit von der Raumgröße sowie einer Abstandsregelung von 1,5 Metern.

Die Notfallbetreuung soll während der regulären Unterrichtszeit sowie im Rahmen der bereits in der Schule bestehenden Betreuungszeiten erfolgen – am Nachmittag also entsprechend dem bislang an der Schule vorhandenen Ganztagsangebot. Die Räume sollten mehrmals am Tag für einige Minuten bei weit geöffneten Fenstern gelüftet werden. Dies trägt dazu bei, die Konzentration von Keimen in der Luft zu verringern. Außerdem verbessert regelmäßiges Lüften das Raumklima und verhindert das Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute. Der Durchführung von Unterrichtsgängen mit Kleingruppen an der frischen Luft (Spaziergänge im Park, Wald, etc.) stehen keine Bedenken entgegen.

Wird es eine Notfallbetreuung in den Sommerferien geben?

Nein.

Welches Personal kann in der Notfallbetreuung eingesetzt werden?

Für die Notfallbetreuung können grundsätzlich alle vorhandenen Personalressourcen genutzt werden, also Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte (UBUS), sonstige Fachkräfte, die im Ganztagsbereich tätig sind sowie Betreuungskräfte und sozialpädagogische Kräfte der Schulträger. Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte, deren Einsatz als Aufsicht in der Notfallbetreuung zwingend erforderlich ist und die keine private Betreuung für ihre eigenen Kinder organisieren können, dürfen ihre eigenen Kinder in die Notfallbetreuung mitbringen. Alle übrigen Lehrkräfte sind von dieser Regelung ausgenommen und müssen sich gegebenenfalls um eine anderweitige Betreuung ihrer Kinder kümmern.

Für Personal ab einem Alter von 60 Jahren und alle, bei denen eine Grunderkrankung (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber, der Niere sowie Krebserkrankungen) vorliegt, sowie Personen mit unterdrücktem Immunsystem kann ein etwaiger Einsatz in der Notfallbetreuung nur auf freiwilliger Basis erfolgen.

Wer übernimmt die Kosten für abgesagte Klassenfahrten, Exkursionen, etc.?

Das Land Hessen übernimmt bei Absage von Exkursionen, Schüleraustauschen, Studien- und Klassenfahrten die berechtigten, vom Veranstalter in Rechnung gestellten Stornokosten. Es gilt die allgemeine Schadensminderungspflicht. Zur Einhaltung der Schadensminderungspflicht ist wie folgt vorzugehen:

• Prüfen Sie, ob es eine Umbuchungsmöglichkeit für einen späteren Zeitpunkt gibt.

• Machen Sie Ansprüche gegen eine Reiserücktrittsversicherung geltend.

• Machen Sie geltend, dass ersparte Aufwendungen nicht in Rechnung gestellt werden.

Gilt dies auch für Ersatzschulen?

Ja.

Gilt dies auch für Fahrten im Rahmen des Erasmus+-Programms?

Bei Absage von Fahrten im Rahmen des Erasmus+-Programms ist der Pädagogische Austauschdienst (PAD) als Nationale Agentur für EU-Programme im Schulbereich zuständig. Hinweise dazu finden sich unter folgenden Links:

https://www.kmk-pad.org/aktuelles/artikelansicht/hinweise-zum-corona-virus.html

https://www.kmk-pad.org/aktuelles/artikelansicht/verlaengerung-der-antragsfrist-fuer-erasmus.html

Welche Regelungen gelten für die Erste Staatsprüfung?

Die Kultusministerkonferenz hat für die Absolventinnen und Absolventen von lehramtsbezogenen Studiengängen, die im Jahr 2020 ihre erste Lehramtsprüfung ablegen, beschlossen, dass sie hinsichtlich der bundesweiten Mobilität bei der Einstellung in die Vorbereitungsdienste der Länder keine Nachteile aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus haben sollen.

Die Länder verpflichten sich weiter für den Fall, dass die Verschiebung von Prüfungsterminen beziehungsweise die Änderung von Prüfungsformaten im Jahr 2020 zu einer späteren Ausstellung der Zeugnisse führen sollte, die Einstellungsmöglichkeiten in den Vorbereitungsdienst unter Berücksichtigung der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen zu flexibilisieren. Die Länder gewähren bei der Einstellung in den Vorbereitungsdienst angemessene Nachreichfristen für diejenigen Unterlagen, die für eine Zulassungs- oder Einstellungsentscheidung relevant sind.

Alle noch ausstehenden mündlichen Prüfungen im Rahmen der Ersten Staatsprüfungen in Hessen sind abgesagt. Die bereits erbrachten Leistungen werden auf das Gesamtergebnis hochgerechnet. Somit können zugelassene Kandidaten des aktuellen Prüfungsdurchgangs der Ersten Staatsprüfung, die ihre bisherigen Prüfungsteile (Wissenschaftliche und Diagnostische Hausarbeit, Wahlfachprüfung, Klausur) bestanden haben, ein Zeugnis erhalten.

Stand: 18.06.2020, 13.00 Uhr 

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