Für Schulleitungen und Lehrkräfte

Häufig gestellte Fragen

Wie ist die Präsenz von Lehrkräften in der Schule geregelt?
Wie wird die Notbetreuung gestaltet?
Welches Personal kann in der Notbetreuung eingesetzt werden?
Was gilt für die Notbetreuung in den Osterferien?
Wie ist die Vermittlung des Lernstoffs zu organisieren?
Ich komme aus dem Urlaub oder von einer Dienstreise im Ausland zurück. Was ist zu tun?
Wer übernimmt die Kosten für abgesagte Klassenfahrten, Exkursionen, etc.?
Gilt dies auch für Ersatzschulen?

 Wie ist die Präsenz von Lehrkräften in der Schule geregelt?

Die Lehrkräfte befinden sich weiter im Dienst. Das bedeutet freilich nicht, dass sämtliche Lehrkräfte zwingend vor Ort an den Schulen anwesend sein müssten oder tatsächlich anwesend sind. Die Zahl der Lehrkräfte, die an den Schulen präsent sind, ist an den Schulen spürbar reduziert. Zu den anwesenden Lehrkräften zählen insbesondere die in der Notbetreuung von betreuungsberechtigten Schülerinnen und Schülern eingesetzten Lehrkräfte sowie die Lehrkräfte, die die Durchführung der Abiturprüfungen gewährleisten. Der Umstand, dass kein regulärer Unterricht stattfindet, erleichtert es den vor Ort befindlichen Personen, ausreichenden Abstand zu anderen zu halten.

Die Schulleitungen entscheiden in eigener Verantwortung, in welchem Umfang Lehrkräfte - insbesondere ab einem Alter von 60 Jahren sowie Beschäftigte, bei denen eine Grunderkrankung vorliegt, oder solche mit unterdrücktem Immunsystem - mit der Wahrnehmung von außerunterrichtlichen Aufgaben zu Hause betraut werden.

Es sollen keine Zusammenkünfte in größerem Umfang und größerer Zahl stattfinden, bei denen größere Personengruppen zusammentreffen. Das würde die Effektivität der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus unterhöhlen.

Wie wird die Notbetreuung gestaltet?

Die Notbetreuung sollte in möglichst kleinen Gruppen erfolgen. Die Gruppengröße bestimmt sich in Abhängigkeit von der Raumgröße sowie einer Abstandsregelung von ein bis zwei Metern. Demzufolge sollte die Gruppengröße bei gängiger Klassenraumgröße unter zehn Schülerinnen und Schülern liegen. Die Notbetreuung soll während der regulären Unterrichtszeit sowie im Rahmen der bereits in der Schule bestehenden Betreuungszeiten erfolgen – am Nachmittag also entsprechend dem bislang an der Schule vorhandenen Ganztagsangebot. Auch in den Osterferien dürfen – soweit dort regelmäßige Betreuungsangebote vorgesehen waren – nur die Kinder der Notbetreuung in Betreuung genommen werden. Die Räume sollten bitte mehrmals am Tag für einige Minuten bei weit geöffneten Fenstern gelüftet werden. Dies trägt dazu bei, die Konzentration von Keimen in der Luft zu verringern. Außerdem verbessert regelmäßiges Lüften das Raumklima und verhindert das Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute. Der Durchführung von Unterrichtsgängen mit Kleingruppen an der frischen Luft (Spaziergänge im Park, Wald, etc.) stehen keine Bedenken entgegen, da sich das Virus dort schlechter überträgt als in geschlossenen Räumen.

Welches Personal kann in der Notbetreuung eingesetzt werden?

Für die Notbetreuung können grundsätzlich alle vorhandenen Personalressourcen genutzt werden, also Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte (UBUS) sowie sonstige Fachkräfte, die im Ganztagsbereich tätig sind. Lehrkräfte, deren Einsatz als Aufsicht in der Notbetreuung zwingend erforderlich ist und die keine private Betreuung für ihre eigenen Kinder organisieren können, dürfen ihre eigenen Kinder in die Notbetreuung mitbringen. Alle übrigen Lehrkräfte sind von dieser Regelung ausgenommen und müssen sich gegebenenfalls um eine anderweitige Betreuung ihrer Kinder kümmern.

Für Personal ab einem Alter von 60 Jahren und alle, bei denen eine Grunderkrankung (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber, der Niere sowie Krebserkrankungen) vorliegt, sowie Personen mit unterdrücktem Immunsystem kann ein etwaiger Einsatz in der Notbetreuung nur auf freiwilliger Basis erfolgen.

Lehrkräfte an Gymnasien, die für die Aufsicht im Rahmen der Abiturprüfungen eingesetzt werden, dürfen nicht in der Notbetreuung eingesetzt werden.

Was gilt für die Notbetreuung in den Osterferien?

Auch in den Osterferien können vom 6.-9. April sowie vom 14.-17. April alle genannten Berufsgruppen die Notbetreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen. Zusätzlich gilt eine erweiterte Notbetreuung an den Wochenenden und Feiertagen für Kinder, von denen mindestens ein Elternteil oder die alleinerziehende Person in der Kranken- und Gesundheitsversorgung oder bei Rettungsdiensten tätig ist, der andere Elternteil ebenfalls in einem der weiteren Schlüsselberufe und zeitgleich arbeitet und die Betreuung innerhalb des unmittelbaren familiären Umfelds nicht sichergestellt werden kann. Über den konkreten Einsatz der Lehrkräfte für die erweiterte Notbetreuung entscheiden die jeweiligen Schulleitungen vor Ort. Die geleistete Arbeitszeit wird in jedem Fall erfasst und dem Lebensarbeitszeitkonto der Lehrkraft gutgeschrieben.

Wie ist die Vermittlung des Lernstoffs zu organisieren?

Das Lernen der Schülerinnen und Schüler soll möglichst fortgesetzt werden. Deshalb besteht für sie bis Montag, 16. März 2020 die Möglichkeit, mit ihren Lehrkräften noch einmal zusammenzukommen, um über alternative Formen des Unterrichts zu beraten. Für Schulen, die bereits das „Schulportal“ nutzen, sollte die Bereitstellung von Unterrichtsmaterial über diese Plattform organisiert werden. Für alle weiteren Schulen empfiehlt sich die Information auf den üblichen Kommunikationswegen.

Weitere Anregungen zum digitalen Lernen finden sich auf den Internetseiten des Hessischen Kultusministeriums und der Lehrkräfteakademie unter dem Thema „Corona“.

Ich komme aus dem Urlaub oder von einer Dienstreise im Ausland zurück. Was ist zu tun?

Informieren Sie sich, ob das Robert Koch-Institut die Region, aus der Sie einreisen, als Risikogebiet definiert. In diesem Fall sind Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gehalten, eine 14-tägige Selbstquarantäne einzuhalten.

Wer übernimmt die Kosten für abgesagte Klassenfahrten, Exkursionen, etc.?

Das Land Hessen übernimmt bei Absage von Exkursionen, Schüleraustauschen, Studien- und Klassenfahrten die berechtigten, vom Veranstalter in Rechnung gestellten Stornokosten. Es gilt die allgemeine Schadensminderungspflicht. Zur Einhaltung der Schadensminderungspflicht ist wie folgt vorzugehen:

• Prüfen Sie, ob es eine Umbuchungsmöglichkeit für einen späteren Zeitpunkt gibt.

• Machen Sie Ansprüche gegen eine Reiserücktrittsversicherung geltend.

• Machen Sie geltend, dass ersparte Aufwendungen nicht in Rechnung gestellt werden.

Nähere Informationen über die Abwicklung der Kostenerstattung erhalten Sie zeitnah über das zuständige Staatliche Schulamt.

Gilt dies auch für Ersatzschulen?

Ja.

 

Stand: 27.03.2020, 17.00 Uhr 

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