Coronavirus

Häufig gestellte Fragen

Das Coronavirus ist eine Ausnahmesituation für alle Bürgerinnen und Bürger in Hessen. Nachfolgend finden Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern Antworten auf aktuelle Fragen.

Allgemeine Informationen

Welche allgemeinen Verhaltensweisen werden empfohlen?
Welche grundlegenden Hygieneregeln gelten derzeit?
Wie verhalte ich mich bei Symptomen?

Informationen zur Mund-Nasen-Bedeckung

Muss überall auf dem Schulgelände eine Maske getragen werden?
Auf welcher rechtlichen Grundlage beruht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände?
Was gilt in Hessen als Mund-Nasen-Bedeckung?
Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gesundheitsschädlich?
Sind beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Tragepausen nötig?
Gibt es rechtliche Konsequenzen, wenn Schülerinnen und Schüler gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verstoßen?
Können Eltern oder schulfremde Personen, die sich weigern, bei Betreten des Schulgeländes eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, vom Gelände verwiesen werden?

Schulorganisation


Was ist, wenn es zu Neuinfektionen kommt?
Gibt es Ausnahmen von der Präsenzpflicht?
Was ist beim Lüften zu beachten?
Können sich an Schulen Beschäftigte auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen?
Was ist im Musikunterricht zu beachten?
Welche Regelungen gelten für den Sportunterricht?
Ab wann können Klassenfahrten wieder stattfinden und was ist bei der Planung zu beachten?
Welche Regelungen gelten für Praktika?
Sind Praktika im Ausland möglich?

 

Allgemeine Informationen
 

Welche allgemeinen Verhaltensweisen werden empfohlen?

Allgemeine Richtlinien zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus geben das Robert Koch-Institut sowie das Bundesgesundheitsministerium. Darüber hinaus gelten gegebenenfalls gesonderte Vorgaben der zuständigen Gesundheitsämter vor Ort.

Welche grundlegenden Hygieneregeln gelten derzeit?

Grundlegende Hygieneregeln wie eine sorgfältige Händehygiene, die Vermeidung körperlicher Kontakte und, wo immer möglich, die Wahrung eines angemessenen Abstands sind ebenso einzuhalten wie die gründliche und regelmäßige Reinigung im Schulgebäude.

Wie verhalte ich mich bei Symptomen?

Sollten Sie Krankheitssymptome wie Husten, Fieber oder Atemnot verspüren, sollen Sie:

  • die 116-117 anrufen (Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes) oder
  • sich telefonisch an das örtliche Gesundheitsamt wenden oder
  • sich telefonisch an ihre Hausärztin oder an ihren Hausarzt wenden.

Diese klären dann mit der anfragenden Person ab, ob eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus wahrscheinlich ist und leiten bei begründetem Verdacht die weitere Diagnostik und Behandlung ein.

 

Informationen zur Mund-Nasen-Bedeckung
 

Muss überall auf dem Schulgelände eine Maske getragen werden?

Ab dem 2. November gilt ab Jahrgangsstufe 5 auch im Unterricht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Grundschulen sind bis auf Weiteres von dieser Pflicht ausgenommen.

Auf welcher rechtlichen Grundlage beruht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände?

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Schulen außerhalb des Unterrichts beruht auf der Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus in der jeweils aktuellen Fassung.

Was gilt in Hessen als Mund-Nasen-Bedeckung?

Unter einer Mund-Nasen-Bedeckung ist nach der Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus jede Bedeckung vor Mund und Nase zu verstehen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Gesichts- oder Kinnvisiere bieten keinen ausreichenden Schutz, daher sind sie nicht zulässig.

Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gesundheitsschädlich?

Nein. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist unter Beachtung der gebotenen Sorgfalt nicht gesundheitsschädlich. Die verwendeten Stoffe sind luftdurchlässig, sodass genügend Sauerstoff durchdringen kann. Weder die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) noch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) weisen auf eine mögliche CO2-Gefährdung durch das Tragen einer Alltagsmaske hin.

Sind beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Tragepausen nötig?

Ja. Ausreichende Tragepausen, in denen keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss, werden ausdrücklich empfohlen (etwa während der Pausen an einer wenig frequentierten Stelle auf dem Schulhof).

Gibt es rechtliche Konsequenzen, wenn Schülerinnen und Schüler gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verstoßen?

Schülerinnen und Schüler, die sich weigern eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, dürfen nicht ohne Weiteres vom Unterricht ausgeschlossen werden. Der Ausschluss kann nur letzte Konsequenz sein; vorher sind abgestufte pädagogische Maßnahmen zu ergreifen.

Können Eltern oder schulfremde Personen, die sich weigern, bei Betreten des Schulgeländes eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, vom Gelände verwiesen werden?

Ja.

Ein Motivbild der Kampagne


Schulorganisation
 

Wie gestaltet sich der aktuelle Schulbetrieb?

Zum neuen Schuljahr wurde der Regelbetrieb an allen Schulen in Hessen wiederaufgenommen. Diese Entscheidung hat die Hessische Landesregierung auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und medizinischer Empfehlungen und in Anlehnung an entsprechende Vereinbarungen zwischen der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 30. Juni vorgestellt. Das Kultusministerium hat einen Stufenplan erarbeitet, mit dem kurzfristig auf Änderungen beim Infektionsgeschehen reagiert werden kann. In einem Schreiben vom 6. Januar 2021 hat Kultusminister Lorz alle Schulen über das weitere Vorgehen nach den Weihnachtsferien informiert.

Was ist, wenn es zu Neuinfektionen kommt?

In Abhängigkeit von der Infektionslage können etwaige Einschränkungen des Regelbetriebs unterschiedlich weitreichend sein. Sie können zur Wiedereinführung des Abstandsgebots, zu einer Verkleinerung von Lerngruppen oder zur Bildung konstanter Lerngruppen, zu veränderten Personal- und Raumressourcen, zu einem neuen Verhältnis von Präsenz- und Distanzunterricht oder zu einer örtlichen oder landesweiten Aussetzung des regulären Schulbetriebs führen. Auf alle diese Szenarien sind die Schulen vorbereitet.

Bei Verdacht auf eine SARS CoV-2-Erkrankung bei Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften oder weiteren an Schule tätigen Personen ist das jeweilige Staatliche Schulamt unverzüglich zu informieren. Entsprechende Maßnahmen sind in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt zu treffen.

Gibt es Ausnahmen von der Präsenzpflicht?

Ja, allerdings nur in Ausnahmefällen auf der Grundlage eines ärztlichen Attests. Das Attest muss alle drei Monate erneuert werden und die Bestätigung enthalten, dass im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus aufgrund der besonderen individuellen Disposition die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs besteht. Diese Regelung gilt für Lehrkräfte, sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Schülerinnen und Schüler, bei denen im vorgenannten Sinne die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs besteht oder die mit Personen mit einer solchen Gefährdung in einem Hausstand leben.

Lehrkräfte, die aufgrund eines ärztlichen Attests vom schulischen Präsenzbetrieb befreit sind, befinden sich weiterhin im Dienst. Soweit sie aufgrund der Befreiung keine Präsenzunterrichtsstunden halten können, werden sie in entsprechendem Umfang in unterrichtsersetzenden und unterrichtsunterstützenden Lernsituationen eingesetzt. Dies kann von zu Hause aus geschehen oder von einem geschützten Bereich in der Schule.

In der Zeit bis zum 31. Januar 2021 ist zudem die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1-6 ausgesetzt.

Was ist beim Lüften zu beachten?

Ein regelmäßiger Luftaustausch ist eine wesentliche Maßnahme zur Verhinderung einer Infektion. Es ist daher auf eine intensive Lüftung der Räume zu achten. Alle 20 Minuten ist eine Stoßlüftung beziehungsweise Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über die Dauer von drei bis fünf Minuten vorzunehmen. Die notwendige Lüftungsdauer ergibt sich aus der Größe des Raums, der Anzahl, der sich darin aufhaltenden Personen, der Größe der Fensteröffnung und der Temperaturdifferenz zwischen Innen und Außen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, weil durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. Klassenräume sind zusätzlich bereits vor der Benutzung zu lüften, insbesondere dann, wenn sich andere Klassen dort aufgehalten haben.

Ist eine Stoßlüftung oder Querlüftung nicht möglich, weil zum Beispiel die Fenster nicht vollständig geöffnet werden können, muss durch längere Lüftungszeiten und das Öffnen der Türen ein ausreichender Luftaustausch ermöglicht werden. Bei Räumen ohne zu öffnende Fenster oder mit raumlufttechnischen Anlagen ohne oder mit zu geringer Frischluftzufuhr hat die Schulleiterin beziehungsweise der Schulleiter mit dem zuständigen Schulträger geeignete Maßnahmen zu treffen (zum Beispiel zeitweise Öffnung an sich verschlossener Fenster). In jedem Fall darf hierbei keine ursprünglich gewährleistete Absturzsicherung ohne entsprechende Kompensation aufgegeben werden.

Darüber hinaus stellt das Land den Schulträgern insgesamt zehn Millionen Euro zur Anschaffung von Luftreinigungsanlagen zur Verfügung, mit denen insbesondere diejenigen Räume ausgestattet werden sollen, die nicht oder nicht ausreichend gelüftet werden können.

Können sich an Schulen Beschäftigte auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen?

Ja. Für Lehrkräfte, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an Schulen tätige Angestellte von Schulträgern, Jugendhilfeträgern und freien Trägern, die keine konkreten Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweisen, besteht bis auf weiteres die Möglichkeit, sich außerhalb ihrer jeweiligen Unterrichtszeit alle 14 Tage einem kostenlosen Test zu unterziehen. Eine Verpflichtung zur Teilnahme besteht nicht.

Was ist im Musikunterricht zu beachten?

Beim musikpraktischen Arbeiten mit Instrumenten besteht im Vergleich zu anderen Unterrichtssituationen kein erhöhtes Risiko, Ausnahmen sind das gemeinsame Musizieren mit Blasinstrumenten und das gemeinsame Singen in geschlossenen Räumen. Eine Wiederaufnahme des musikpraktischen Arbeitens ist im Rahmen des aktuell geltenden Hygieneplans möglich. Bis zum 31. Januar 2021 muss auf Gesang und die Nutzung der Blasinstrumente in Gruppen- oder Klassenverbänden in geschlossenen Räumlichkeiten verzichtet werden. Im Freien und unter Berücksichtigung der Abstandsregelungen können jedoch Chor- und Blasinstrumentproben stattfinden.

Welche Regelungen gelten für den Sportunterricht?

Der Sportunterricht kann gemäß den Anregungen der Planungsszenarien für den Schulsport stattfinden. Nach Möglichkeit ist der Sportunterricht nach draußen zu verlegen. Sollte aus prüfungsrelevanter Sicht ein Sportunterricht in geschlossenen Räumen erforderlich sein, so sind die gängigen Hygienebestimmungen zu beachten.

Der Aufenthalt in den Umkleidekabinen ist so zu organisieren, dass dieser nur kurz stattfindet. Der Mund-Nase-Schutz ist beim Umkleiden zu tragen. Sofern die Umkleidekabine nicht zur Aufbewahrung von Kleidungsstücken oder Gegenständen benötigt wird, ist diese nach Benutzung gründlich zu lüften. Begegnungen von Gruppen im oder vor dem Umkleidebereich sind ebenso wie Warteschlangen beim Zutritt zur Sportstätte zu vermeiden.

Ab wann können Klassenfahrten wieder stattfinden und was ist bei der Planung zu beachten?

Der Fokus im ersten Halbjahr des neuen Schuljahrs liegt auf der Erteilung von Unterricht, um Unterschiede im Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler, die sich infolge des pandemiebedingten eingeschränkten Schulbetriebs ergeben haben, auffangen zu können. Aus diesem Grund sind mehrtägige Schulfahrten wie Schüleraustausche, Studien- und Klassenfahrten bis einschließlich Januar 2021 ausgesetzt. Tagesausflüge sind möglich.

Bereits gebuchte Schulfahrten sind abzusagen.  Hinsichtlich der Regelungen zur Übernahme von Kosten anlässlich stornierter Schulfahrten im Zusammenhang mit der CoViD-19-Pandemie sowie zu Neubuchungen von Schulfahrten, die ab dem 2. Halbjahr des Schuljahres 2020/21 stattfinden sollen, ist auf den geltenden Erlass vom 15. Juli 2020 zu verweisen, der unter dem folgenden Link abrufbar ist: https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/hkm/stornokostenerlass_final.pdf

Diese Regelungen gelten für Klassenfahrten innerhalb und außerhalb Deutschlands, inter­nationale Begegnungsfahrten, Fahrten ins Ausland im Austausch mit Partner­schulen sowie Auslandsstudienfahrten mit besonderem unterrichtlichen Bezug.

Welche Regelungen gelten für Praktika?

Die Betriebspraktika an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen wer-den zunächst für den Zeitraum bis zum 31. Januar 2021 ausgesetzt. Begründete Einzelfallentscheidungen anderer Art sind bei Zustimmung aller Beteiligten (Schü-lerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte, Betrieb, Schulleitung) unter Einhal-tung der geltenden Hygienepläne möglich. Besuche im Betrieb durch Lehrkräfte dürfen jedoch nicht stattfinden.

Sind Praktika im Ausland möglich?

Ja, Auslandspraktika können grundsätzlich wieder stattfinden, soweit sie nicht in Risikogebieten abgeleistet werden. Da allerdings in diesem Kontext aktuell weiterhin Risiken bestehen, muss gegenüber den Auszubildenden beziehungsweise Schülerinnen und Schülern klargestellt werden, dass von ihnen selbst eine Risikoabwägung vorzunehmen ist. Dies beinhaltet auch den Hinweis, dass eine Kostenübernahme durch das Land Hessen in jeglicher Hinsicht ausgeschlossen ist.

Stand: 7. Januar 2021, 9.00 Uhr

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