Allgemein zum Coronavirus

Häufig gestellte Fragen

Welche allgemeinen Verhaltensweisen werden empfohlen?
Ab wann werden die Schulen wieder geöffnet? 
Welche Schülerinnen und Schüler gehen ab dem 27. April wieder in die Schule?
Welche Schülerinnen und Schüler gehen ab dem 18. Mai wieder in die Schule?
Wann gehen alle übrigen Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule?
Ab wann dürfen Grundschülerinnen und Grundschüler wieder an fünf Tagen in der Woche in die Grundschule gehen?
Welche Regelungen gelten für die Schulen für Kranke?

Ist die Therapie an Schulen für Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung wieder möglich?
Was gilt für Schülerinnen und Schüler, die mit einer Person zusammenleben, die zur Risikogruppe gehört?
Warum wurde der Schulbetrieb überhaupt ausgesetzt?
Warum wurde der reguläre Schulbetrieb eingestellt, aber die Abiturprüfungen fanden statt?
Was gilt für Klassenfahrten und Schulausflüge?
Wie verhalte ich mich bei Symptomen?

Welche allgemeinen Verhaltensweisen werden empfohlen?

Allgemeine Richtlinien zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus geben das Robert Koch-Institut sowie das Bundesgesundheitsministerium.

Ab wann werden die Schulen wieder geöffnet? 

Nach den Osterferien bleibt der Schulbetrieb in Hessen zunächst noch eine weitere Woche vollständig ausgesetzt. Ab dem 27. April wird der Schulbetrieb wiederaufgenommen. Aufgrund der hohen Anforderungen des Infektionsschutzes (Einhaltung der Abstandsgebote, hygienische Maßnahmen) wird die Wiederaufnahme des Schulbetriebes in Hessen schrittweise erfolgen müssen. Dabei gilt die grundsätzliche Maxime, dass zunächst höhere Jahrgangsstufen und solche, die einen Abschluss anstreben oder vor dem Übergang in die weiterführende Schule stehen, wieder in den Präsenzunterricht wechseln sollen.

Welche Schülerinnen und Schüler gehen ab dem 27. April wieder in die Schule?

  • Abschlussjahrgang an Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen
  • 9. Jahrgangsstufe des Bildungsgangs Hauptschule und 10. Jahrgangsstufe des Bildungsgangs Realschule an Realschulen, Hauptschulen, Mittelstufenschulen und kooperativen Gesamtschulen sowie der integrierten Gesamtschulen, wenn sie im Schuljahr 2019/20 an den Abschlussprüfungen zum Erwerb des Hauptschulabschlusses oder des mittleren Abschlusses teilnehmen
  • Zweites Halbjahr der Qualifikationsphase (Q2) der gymnasialen Oberstufe, der Abendgymnasien, des Hessenkollegs und der beruflichen Gymnasien
  • Abschlussjahrgänge der Abendrealschulen und Abendhauptschulen
  • 12. Jahrgangsstufe der Fachoberschulen und Höheren Berufsfachschulen
  • Abschlussklassen an den Fachschulen
  • Letztes Ausbildungsjahr an den Berufsschulen sowie letztes Ausbildungsjahr an den Schulen für Gesundheitsberufe

Welche Schülerinnen und Schüler gehen ab dem 18. Mai wieder in die Schule?

  • 4. Jahrgangsstufe an den Grundschulen
  • Sekundarstufe I, Einführungsphase der Sekundarstufe II im allgemeinbildenden Bereich und Intensivklassen an Schulen der Sekundarstufe I
  • Schülerinnen und Schüler, die eine duale Ausbildung absolvieren
  • InteA-Gruppen, die vor einem Abschluss stehen
  • Schulen für Erwachsene (außer Vorkurse)

Wann gehen alle übrigen Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule?

Alle übrigen Schülerinnen und Schüler gehen ab dem 2. Juni wieder in die Schule. Im Einzelnen sind dies Schülerinnen und Schüler

  • der Jahrgangsstufen 1-3 sowie Vorklassen, Vorlaufkurse und Intensivklassen an Grundschulen
  • der restlichen vollschulischen Formen der beruflichen Schulen
  • in Vorkursen an Abendgymnasien und Hessenkollegs.

Ab wann dürfen Grundschülerinnen und Grundschüler wieder an fünf Tagen in der Woche in die Grundschule gehen?

Ab dem 22. Juni 2020 soll für alle Jahrgänge der Grundschule und der Grundstufen der Förderschulen und die Vorklassen wieder der Präsenzunterricht im Rahmen der verlässlichen Schulzeit von vier Zeitstunden für die Klassen 1 und 2 und fünf Zeitstunden für die Klassen 3 und 4 stattfinden. Dieser Zeitraum kann für entsprechend angemeldete Kinder durch schulische betreuende Angebote bis 14.30 Uhr (generiert aus Ganztag und Pakt für den Nachmittag) oder durch die Betreuungsangebote der Schulträger ergänzt werden. Die Schulbesuchspflicht ist in dieser Zeit allerdings aufgehoben, sodass Eltern entscheiden können, ob ihr Kind in die Schule geht oder von zu Hause aus lernt.

Welche Regelungen gelten für die Schulen für Kranke?

An Schulen für Kranke erfolgt die Beschulung in Absprache mit dem Klinikpersonal im Einzelfall nach Entscheidung der Schulleitung nach Anhörung der Eltern.

Ist die Therapie an Schulen für Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung wieder möglich?

 Interdisziplinäre Leistungen für Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung können an Schulen durch niedergelassene Praxen wieder aufgenommen werden. Sie finden unter Wahrung der Hygieneregelungen und berufsständischen Empfehlungen bei Schülerinnen und Schülern statt.

Die Leistungen müssen als Einzelleistungen erbracht werden, Gruppenangebote sind derzeit noch untersagt. Der Förderort Schule ist als möglicher Behandlungsort unter Berücksichtigung festgelegter Voraussetzungen anerkannt. Die Angebote sollen - wenn möglich - ohne persönlichen Kontakt, andernfalls unter Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern erbracht werden. Sofern ein unmittelbarer körperlicher Kontakt erforderlich ist, ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung erforderlich, sofern keine Ausnahmefälle vorliegen.

Auch familienentlastende Dienste, Frühförderstellen, Autismuszentren und heilpädagogische Praxen können ab dem 25.05.2020 wieder Einzelangebote erbringen.

Was gilt für Schülerinnen und Schüler, die mit einer Person zusammenleben, die zur Risikogruppe gehört?

Schülerinnen und Schüler, die mit Angehörigen einer Risikogruppe in einem Hausstand leben, können vom Schulbetrieb bei Vorliegen eines ärztlichen Attests befreit werden.

Warum wurde der Schulbetrieb überhaupt ausgesetzt?
Ziel der Maßnahme war es, jeden Einzelnen und vor allem bestimmte Risikogruppen so effektiv und umfassend wie möglich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Daher gab es von der Aussetzung des Schulbetriebs nur eine einzige Ausnahme, und zwar zum Zwecke der Sicherung der Infrastruktur des Landes für die sogenannten „kritischen Bereiche“.

Warum wurde der reguläre Schulbetrieb eingestellt, aber die Abiturprüfungen fanden statt?

Im Sinne der Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr ihren Schulabschluss ablegen wollen, haben wir uns entschieden, die schriftlichen Abiturprüfungen stattfinden zu lassen, da wir der Überzeugung waren, das Ansteckungsrisiko in dieser Situation gering halten zu können. Dies hat sich bewahrheitet. Alle anderen Schülerinnen und Schüler waren in dieser Zeit nicht in der Schule, und die Prüflinge mussten jede und jeder nur zu drei Terminen à fünf Stunden in die Schule kommen, wo sie ohnehin soweit auseinandergesetzt wurden, dass sie nicht voneinander abschreiben konnten.

Was gilt für Klassenfahrten und Schulausflüge?

Alle Fahrten, die bis zu den Herbstferien durchgeführt werden sollten, sind abzusagen. Dies umfasst alle Schulfahrten, unabhängig davon, ob der Zielort vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen ist. Angesichts des noch unklaren weiteren Pandemieverlaufs sollen Schulen zudem bis auf Weiteres keine Neubuchungen von Klassenfahrten außerhalb Deutschlands für das Schuljahr 2020/21 vornehmen. Ebenfalls sind alle Unterrichtsgänge und außerunterrichtlichen Veranstaltungen abzusagen.

Wie verhalte ich mich bei Symptomen?

Sollten Sie Krankheitssymptome wie Husten, Fieber oder Atemnot verspüren, sollen Sie:

  • die 116 -117 anrufen (Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes) oder
  • sich telefonisch an das örtliche Gesundheitsamt wenden oder
  • sich telefonisch an ihre Hausärztin oder an ihren Hausarzt wenden.

Diese klären dann mit der anfragenden Person ab, ob eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus wahrscheinlich ist und leiten bei begründetem Verdacht die weitere Diagnostik und Behandlung ein.
 

Stand: 18.06.2020, 13.30 Uhr

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