Digitalisierung

Was sind DigitalPakt Schule und Digitale Schule Hessen?

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Allgemeines

Im Rahmen des „DigitalPakts Schule“ zwischen Bund und Ländern gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen in Höhe von 5 Milliarden Euro für den Ausbau der digitalen Bildungsinfrastruktur. Davon erhält Hessen 372 Mio. Euro. Zusätzlich verpflichten sich die Länder zu pädagogischen Maßnahmen und zur Qualifizierung der Lehrkräfte. Bund und Länder haben dazu eine Verwaltungsvereinbarung „DigitaPaktSchule 2019 bis 2024“ geschlossen.

Die für Hessen zur Verfügung stehenden Bundesmittel in Höhe von 372 Millionen Euro werden mit einem Eigenanteil des Landes und der Schulträger von 25 Prozent statt der vom Bund geforderten 10 Prozent aufgestockt. So stehen in Hessen in den kommenden fünf Jahren rund eine halbe Milliarde Euro für die Verbesserung der digitalen Infrastruktur an den Schulen zur Verfügung. Zur Umsetzung des DigitalPakts befindet sich derzeit ein Gesetzentwurf im Gesetzgebungsverfahren. Parallel ist eine Förderrichtlinie, die das Antragsverfahren regelt, in Arbeit. Förderanträge können von Schulträgern ab Ende des Jahres 2019 gestellt werden.

Das Programm Digitale Schule Hessen basiert auf vier Säulen, die im Folgendem dargestellt sind:

Digitale Schule Hessen Bausteine

Häufig gestellte Fragen

Wer ist antragsberechtigt?
Welche Maßnahmen sind förderfähig?
Wie wird der DigitalPakt in Hessen umgesetzt?
Wie verläuft das Antragsverfahren?
Was ist im Vorfeld des Antragsverfahrens zu tun?
Welche Aufgabe haben Schulen?
 

Wer ist antragsberechtigt?
Antragsberechtigt sind die jeweiligen Träger der öffentlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, der genehmigten Ersatzschulen, der Schulen in Landesträgerschaft sowie die Träger staatlich anerkannter Pflegeschulen.

Welche Maßnahmen sind förderfähig?
Mit dem Digitalpakt werden Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur gefördert. Dabei wird das Ziel des Aufbaus möglichst einheitlicher und technisch aufeinander abgestimmter (interoperabler) digitaler Lehr- und Lerninfrastrukturen verfolgt.    

Förderfähige Maßnahmen sind:  

  • Aufbau und Verbesserung der digitalen Vernetzung auf dem Schulgelände
  • Einrichtung von WLAN
  • Aufbau und Weiterentwicklung digitaler Lehr-Lern-Infrastrukturen, die das Landesangebot sinnvoll ergänzen
  • Anzeige- und Interaktionsgeräte (z. B. interaktive Tafeln, Beamer, Displays nebst dazugehöriger Steuerungsgeräte)
  • digitale Arbeitsgeräte, beispielsweise für die technisch-naturwissenschaftliche Bildung oder fachrichtungsbezogene Bildung an beruflichen Schulen
  • Einrichtung von Strukturen für die professionelle Administration und Wartung digitaler Infrastrukturen im Zuständigkeitsbereich von Schulträgern.
  • Schulgebundene Laptops, Notebooks und Tablets, wenn
    1. die Schule am Ende des Förderzeitraums über die oben beschriebene, förderfähige digitale Vernetzung verfügt und
    2. spezifische fachliche oder pädagogische Anforderungen solche Geräte erfordern und dies im technisch-pädagogischen Einsatzkonzept der Schule dargestellt ist und
    3. bei Anträgen für allgemeinbildende Schulen die Gesamtkosten für mobile Endgeräte am Ende der Laufzeit des Investitionsförderprogramms 20 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens für alle allgemeinbildenden Schulen des Schulträgers nicht überschreiten.

Smartphones sowie mobile Endgeräte für vorrangig verwaltungsbezogene Funktionen sind nicht förderfähig.

Wie wird der DigitalPakt in Hessen umgesetzt?
Das Kultusministerium steuert die Umsetzung im pädagogischen und technischen Bereich, d.h. Schulen werden durch pädagogische Beratung und Qualifizierung der Lehrkräfte dabei unterstützt, die beantragte technische Ausstattung pädagogisch sinnvoll einzusetzen. Dazu werden auch regionale Abstimmungsstrukturen zwischen Schulen, Staatlichen Schulämtern und Schulträgern aufgebaut.

Das Förderverfahren wird durch das Hessische Ministerium der Finanzen umgesetzt. Die Abwicklung des Förderverfahrens erfolgt über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank). Die Umsetzung des DigitalPakts wird durch die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung fachlich unterstützt. 

Wie verläuft das Antragsverfahren?
Die Schulträger richten ihre Förderanträge an die WIBank. Die Anträge müssen eine Bestandsaufnahme bestehender und benötigter technischer Ausstattung, die Darstellung der Investitionsplanung (Kosten- und Zeitplan), eine Erklärung des Schulträgers zur Sicherstellung von Betrieb, Wartung und IT-Support sowie ein Medienbildungskonzept der im Antrag berücksichtigten Schulen und eine Fortbildungsplanung der Schulen enthalten.

Das Hessische Ministerium der Finanzen bewilligt die Anträge im Einvernehmen mit dem Kultusministerium. Einzelheiten zum Antragsverfahren sowie die Antragsformulare werden mit Inkrafttreten der Förderrichtlinie veröffentlicht. 

Was ist im Vorfeld des Antragsverfahrens zu tun?
Damit Ausstattung, pädagogische Konzepte der Schulen und Fortbildungsplanung ineinandergreifen können, müssen sich die Schulträger mit den jeweiligen Staatlichen Schulämtern im Vorfeld der Antragstellung eng über die zu beantragenden Ausstattungsmaßnahmen abstimmen. Dazu sollen regionale Steuergruppen eingerichtet werden. 

Welche Aufgabe haben Schulen?
Wesentliche Voraussetzung für einen Förderantrag ist ein Medienbildungskonzept der Schule. Unterstützung bei der Erarbeitung und Weiterentwicklung des schuleigenen Medienbildungskonzepts erhalten die Schulen insbesondere durch die Fachberatung Medienbildung an den Staatlichen Schulämtern.

 

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