Alphabetisierung und Grundbildung

Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener

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Ein Mann hält einen Vortrag vor einer Gruppe.
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Ca. 7,5 Millionen Menschen in Deutschland (14,5 % der Gesamtbevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren) und knapp 550 000 Menschen in Hessen haben erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Diese vom sogenannten funktionalen Analphabetismus Betroffenen sind in der Lage, einzelne Sätze zu lesen und zu schreiben, nicht jedoch zusammenhän­gende Texte. Selbst kürzere Textpassagen, wie Hinweisschilder, Formulare beim Arzt und Arbeitsanweisungen bereiten den Personen Probleme. Als Konsequenz der mangelhaften Alphabetisierung ergibt sich, dass diese Personen nur eingeschränkt am gesellschaftlichen, sozialen und beruflichen Leben teilhaben können und einem hohen Risiko der Arbeitslosigkeit und der Armutsgefährdung ausgesetzt sind.

Die Grundversorgung mit Maßnahmen der Alphabetisierung und kompensatorischen Grundbildung Erwachsener ist über das Hessische Weiterbildungsgesetz (HWBG) geregelt, das heißt die öffentlichen Träger (Volkshochschulen) sowie die anerkannten Organisationen in freier Trägerschaft (Freie Träger) werden über das HWBG auch für diesen Zweck aus Landesmitteln gefördert und bieten entsprechende Kurse, Schulungen etc. an. 

Über diese bereits vorhandenen Strukturen fördert das Land Hessen seit nun gut einem Jahr (Start 01.01.2016) fünf Grundbildungszentren im Rahmen der ESF-Förderperiode 2014-2020. Gegenstand der Förderung ist die Implementierung einer regional ausdifferenzierten Unterstützungsstruktur zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Hessen.

Schließlich konnte der erfolgreiche Kunstturner und Olympiasieger Fabian Hambüchen als Botschafter für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Hessen gewonnen werden. Mit ihm, dem Bildung eine Herzensangelegenheit ist, will das Land Hessen dazu beitragen, das Thema Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in das Bewusstsein der Bevölkerung zu tragen und den Abbau dieses Tabu-Themas zu fördern.

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