Alphabetisierung und Grundbildung für Erwachsene

Nationale Strategie (2012-2016) und Dekade (2016-2026) für Alphabetisierung und Grundbildung

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Hände mit Stiften und Blöcken
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Die Veröffentlichung der leo.-Level-One-Studie brachte 2011 die Größenordnung des funktionalen Analphabetismus in Deutschland zu Tage. Vor diesem Hintergrund haben Bund und Länder zahlreiche Initiativen zur Verbesserung der Lese- und Schreibfähigkeiten Erwachsener ins Leben gerufen und im Rahmen einer Nationalen Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern eine Vereinbarung zur Reduzierung von Analphabetismus getroffen.

Dieses breite Bündnis besteht aus dem Bund und allen 16 Ländern, der Bundesagentur für Arbeit, dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V., der Deutschen Bischofskonferenz, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung e.V., dem Deutschen Landkreistag, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Volkshochschul-Verband e.V., der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie der Stiftung Lesen.

Die Strategie zielt darauf ab, die Bedeutung von Alphabetisierung und Grundbildung in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Zahl der funktionalen Analphabetinnen und Analphabeten langfristig zu reduzieren. Um die große gesellschaftliche Bedeutung der Thematik stärker hervorzuheben, haben Bund, Länder und die oben genannten Partner beschlossen, die Strategie in eine Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung (2016-2026) zu überführen.

Mit der AlphaDekade wollen Bund, Länder und Partner im Zeitraum von 2016 bis 2026 die Lese- und Schreibfähigkeiten Erwachsener in Deutschland deutlich verbessern. Zentraler Erfolgsfaktor ist dabei, mehr Menschen für mehr Grundbildungsangebote zu gewinnen. Die Frage, wie Erwachsene mit niedrigen Sprachkompetenzen erreicht und zum Lernen aktiviert werden können, ist die zentrale Herausforderung aller Maßnahmen.

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