Ahmadiyya Muslim Jamaat

Bekenntnisorientierter islamischer Religionsunterricht

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Unterricht
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Hessen ist das erste Bundesland, das den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht auf der Grundlage von Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes im Schuljahr 2013/2014 eingeführt hat. Als Kooperationspartner für die Einrichtung standen die beiden Religionsgemeinschaften DİTİB Landesverband Hessen e.V. und Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Bundesrepublik Deutschland e.V. zur Verfügung. Ab dem Schuljahr 2020/21 wird der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht von DITIB bis auf weiteres nicht mehr erteilt. Weitere Informationen zur Aussetzung der Zusammenarbeit mit DITIB Hessen sind in der Pressemitteilung vom 28.04.2020 nachzulesen.

Der in Kooperation mit Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland K.d.ö.R. eingerichtete weitere bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht bleibt bestehen.

Der bekenntnisorientierte Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ist seinem Wesen nach eine staatliche Veranstaltung wie jedes andere Unterrichtsfach auch. Dies gilt unabhängig davon, für welche Konfession der Religionsunterricht eingerichtet ist. Er wird als ordentliches Lehrfach in staatlicher Verantwortung, d.h. nach staatlichen Curricula, in deutscher Sprache und grundsätzlich durch staatliche Lehrkräfte erteilt.

Das Weiterbildungsangebot an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) für die Grundschule und an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt für die Sekundarstufe I ist das Fundament, damit der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht unterrichtet werden kann.

Im Schuljahr 2013/2014 startete der Unterricht verteilt auf ganz Hessen an 27  Grundschulen und konnte mit Beginn dieses Schuljahres auf 56 Schulen und 12 weiterführenden Schulen ausgedehnt werden. Derzeit nehmen rund 3.334 Kinder der Jahrgänge 1, 2, 3, 4, 5 und 6 an hessischen Grundschulen und weiterführenden Schulen am bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht teil. Die beiden Unterrichtsangebote – Ahmadiyya Muslim Jamaat und Ditib Hessen sunnitisch – wurden dabei sukzessive von Klasse 1 beginnend eingeführt.

Voraussetzung für das organisch wachsende Angebot ist die Einhaltung der Mindestgruppengröße von acht Schülerinnen und Schülern, die der jeweiligen Religionsgemeinschaft angehören und für die der Unterricht deshalb als ordentliches Lehrfach in erster Linie eingerichtet wird.

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