Staatliches Bildungsangebot

Schulversuch Islamunterricht

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Junge liest in einem Buch
© istock - sturti

Zum Schuljahr 2019/20 startete der Schulversuch „Islamunterricht“ für die Jahrgangsstufe 7. Damit wird ein Unterrichtsangebot erprobt, welches nicht bekenntnisorientiert ist, sondern das unabhängig von Religionsgemeinschaften durchgeführt wird. Es wurde in alleiniger staatlicher Verantwortung vom Land Hessen entwickelt. Das neue Fach ist ein Angebot für alle Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens und für Schülerinnen und Schüler, die weder am Ethikunterricht noch an einem konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen.

Im Zentrum des Unterrichts steht die Vermittlung von Wissen über den Islam, dessen Geschichte, Traditionen und seine unterschiedlichen Ausprägungen. Systematisches Wissen zur Religion, die Reflexion religiöser Inhalte und religiöser Praxis, sollen die Kinder und Jugendlichen befähigen Religion zu verstehen, zu reflektieren und in Bezug zu ihrem eigenen Leben zu setzen. Religiöse Texte werden als Quellen behandelt, die Informationen zur Religion beinhalten. Fragen zu deren Verständnis sollen durch den Unterricht geklärt werden (siehe Entwürfe der Kerncurricula).

Wie die Fächer Religion und Ethik wird es mit zwei Wochenstunden pro Jahrgang erteilt.

Die Einführung des „Islamunterrichts“ für die Jahrgangsstufe 7 startet als Schulversuch ab dem Schuljahr 2019/20 an sechs weiterführenden Schulen. In diesem Schuljahr nehmen 144 Schülerinnen und Schüler teil. Sie werden von acht Lehrkräften unterrichtet. Geplant ist den Islamunterricht im kommenden Schuljahr an weiteren Standorten anzubieten, dann auch für die Jahrgangsstufen eins bis acht.

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