Erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten

Handlungsfelder einer pädagogisch selbstständigen Schule (PSES)

Mit der Umwandlung in eine PSES erhalten Schulen die Möglichkeit, bei der Erreichung der Bildungsziele pädagogisch neue Wege zu gehen, sofern die Bildungsstandards nach § 4 HSchG eingehalten werden. So können diese Schulen insbesondere

  1. Unterricht fächerübergreifend erteilen,

  2. jahrgangsübergreifende Lerngruppen bilden,

  3. Konzepte zur stärkeren Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern in die Gestaltung des Unterrichts umsetzen oder

  4. auf Ziffernnoten verzichten und in diesem Fall Rückmeldungen über den Lernfortschritt und den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler in Form einer schriftlichen Bewertung geben. Beim Verlassen der Schule oder einem Schulwechsel ist ein Zeugnis mit Ziffernnoten zu erstellen.

Auch andere Abweichungen von der Unterrichtsorganisation und der inhaltlichen Ausgestaltung des Unterrichts, die nicht in den Ziffern 1 bis 4 genannt sind, kommen in Betracht.

Auf der Grundlage von § 98 HSchG, des Hessischen Referenzrahmens Schulqualität (HRS), des Schulprogramms und gegebenenfalls bereits bestehender Zielvereinbarungen sollen die schulischen Entwicklungsvorhaben dargelegt werden. Im Sinne der Umsetzbarkeit sollen dies mindestens zwei, jedoch nicht mehr als drei Vorhaben sein. Dabei muss mindestens einer der vier oben genannten Schwerpunkte ausgewählt werden. In Folgejahren können PSES zusätzliche Vorhaben nach § 127d Abs. 8 Satz 4 HSchG genehmigt werden. Mindestens zwei Punkte müssen sich auf die Unterrichtsentwicklung im Bereich Lehren und Lernen beziehen und mit Konzepten hinterlegt sein; mindestens ein Punkt muss ab dem Zeitpunkt der Umwandlung sofort umgesetzt werden.

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