Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener

Ca. 7,5 Millionen Menschen in Deutschland (14,5 % der Gesamtbevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren) und knapp 550 000 Menschen in Hessen haben erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Diese vom sogenannten funktionalen Analphabetismus Betroffenen sind in der Lage, einzelne Sätze zu lesen und zu schreiben, nicht jedoch zusammenhän­gende Texte. Selbst kürzere Textpassagen, wie Hinweisschilder, Formulare beim Arzt und Arbeitsanweisungen bereiten den Personen Probleme. Als Konsequenz der mangelhaften Alphabetisierung ergibt sich, dass bildungsbenachteiligte Erwachsene nur eingeschränkt am gesellschaftlichen, sozialen und beruflichen Leben teilhaben können und einem hohen Risiko der Arbeitslosigkeit und der Armutsgefährdung ausgesetzt sind. Weiterlesen

Themen
Erwachsene Menschen lernen - iStockphoto.com / Catherine Yeulet
Grundbildungszentren
Im Rahmen der Nationalen Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Deutschland hatten die Länder im Jahr 2012 vereinbart, sich dafür einzusetzen, dass in der ESF-Förderperiode 2014-2020 für das Thema Grundbildung eigene Förderbereiche in den Ländern fortgeführt oder neu eingerichtet werden.
Hände mit Stiften und Blöcken
Nationale Strategie (2012-2016) und Dekade (2016-2026) für Alphabetisierung und Grundbildung
Die Veröffentlichung der leo. Level-One-Studie brachte 2011 die Größenordnung des funktionalen Analphabetismus in Deutschland zu Tage. Vor diesem Hintergrund haben Bund und Länder zahlreiche Initiativen zur Verbesserung der Lese- und Schreibfähigkeiten Erwachsener ins Leben gerufen.
Eine Gruppe bespricht und berät sich.
Landesweite Fachgruppe Alphabetisierung und Grundbildung
Die Länder haben im Rahmen der Nationalen Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener Koordinationsstellen und Ansprechpartner/-innen für den Bereich Alphabetisierung und Grundbildung eingerichtet bzw. benannt.