Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsene

Grundbildungszentren

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Erwachsene Menschen lernen - iStockphoto.com / Catherine Yeulet
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Im Rahmen der Nationalen Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Deutschland hatten die Länder im Jahr 2012 vereinbart, sich dafür einzusetzen, dass in der ESF-Förderperiode 2014-2020 für das Thema Grundbildung eigene Förderbereiche in den Ländern fortgeführt oder neu eingerichtet werden. Seit 2016 werden daher vom Hessischen Kultusministerium „Projekte zur Förderung von Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener“ mit 50% der gesamten Fördersumme in Höhe von 3,6 Mio. EUR gefördert.

Hierzu sind in den Regionen Darmstadt/ Darmstadt-Dieburg, Frankfurt, Wiesbaden, Gießen und Kassel in einer ersten Phase der Förderperiode des Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF) von 2016-2019 fünf Grundbildungszentren in Hessen entstanden. Die fünf ausgewählten Träger erhalten dafür Unterstützung durch das Land Hessen und den ESF.

  • Darmstadt / Darmstadt - Dieburg: Das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. ist im Verbund mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg der Träger des Grundbildungszentrums für die Regionen Darmstadt und Darmstadt-Dieburg. 
  • Frankfurt: Träger des Grundbildungszentrum Frankfurt ist die regionale Volkshochschule mit ihren verbindlich eingebundenen Kooperationspartnern.
  • Gießen: In Gießen wird das Grundbildungszentrum von der ZAUG gGmbH (Zentrum für Arbeit und Umwelt Gießen, ein anerkannter Dienstleister kommunaler Ausbildungs-, Qualifizierungs- und Beschäftigungsförderung) getragen.
  • Kassel: Träger des Grundbildungszentrums Kassel ist die regionale Volkshochschule mit ihren verbindlich eingebundenen Kooperationspartnern. 
  • Wiesbaden: Träger des Grundbildungszentrums Wiesbaden ist die regionale Volkshochschule mit ihren verbindlich eingebundenen Kooperationspartnern.

Ab 2020 sollen weitere fünf Grundbildungszentren ausgewählt und gefördert werden. Für den gesamten Förderzeitraum der ersten und zweiten Phase sind insgesamt 3,6 Mio. Euro vorgesehen, davon stammt die Hälfte aus Landesmitteln.

Das Ziel der regionalen Standorte ist es, die Teilnehmeranzahl an Maßnahmen zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener durch eine regional ausdifferenzierte Unterstützungsstruktur zu steigern. Dabei wird der Ansatz verfolgt, betroffene Menschen stärker in ihrer Umgebung zu erreichen und mit neuen Lernangeboten anzusprechen. Neben Maßnahmen zur Verbesserung der schriftsprachlichen Grundkompetenzen sollen auch Gesundheitsbildung, Rechenfähigkeit und der Erwerb sozialer, kultureller und politischer Grundkompetenzen bei Betroffenen gefördert werden. Weitere Ziele der Zentren sind unter anderem die Beratung, Information und Qualifizierung von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen sowie anderer Interessierter.