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Neue Berufsfachschule ab dem Schuljahr 2017/18

Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA)

Zum Schuljahr 2017/18 startet der Schulversuch der Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA). Die neue Berufsfachschule führt drei Schulformen des sogenannten Übergangssystems zusammen. Ziel ist, Schülerinnen und Schülern schon nach einem Jahr den Wechsel in die duale Berufsausbildung und die ausbildungsbegleitende Erlangung eines Haupt- oder mittleren Schulabschlusses zu ermöglichen.

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BÜA - Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung
BÜA - Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung
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Individuelle Förder- und Orientierungsangebote

In der neuen Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) werden die Bildungsgänge zu Berufsvorbereitung, die zweijährige Berufsfachschule und die einjährige höhere Berufsfachschule zusammengefasst. Damit die Schülerinnen und Schüler möglichst schon nach einem Jahr in die duale Berufsausbildung wechseln können, werden sie in kleinen Gruppen durch folgende Unterstützungsangebote begleitet:

  • Förderung persönlicher und sozialer Kompetenzen,
  • umfangreiche Berufsorientierung,
  • intensive betriebliche Phasen und
  • gezielte Förderung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch.

Diese Förder- und Orientierungsangebote werden durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen den regionalen Agenturen für Arbeit,  der Industrie- und Handelskammern sowie  den Handwerkskammern beziehungsweise Kreishandwerkerschaften unterstützt.

Berufliche Schwerpunkte

Folgende berufliche Schwerpunkte können in BÜA gewählt werden:

  • Fachrichtung Wirtschaft: Agrarwirtschaft, Ernährung/Gastronomie/Hauswirtschaft und Wirtschaft/Verwaltung
  • Fachrichtung Technik: Bautechnik, Chemie/Physik/Biologie, Drucktechnik, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik, Farbtechnik/Raumgestaltung, Holztechnik, Mechatronik, Metalltechnik, Textiltechnik/Bekleidung
  • Fachrichtung Gesundheit und Sozialwesen: Körperpflege

Je nach Schule kann sich das Angebot der beruflichen Schwerpunkte unterscheiden.

Erwerb von Teilleistungen für Hauptschulabschluss und mittleren Abschluss

Schülerinnen und Schüler können in der BÜA parallel den Hauptschul- oder den mittleren Abschluss erwerben. Dies erfolgt, indem sie erforderliche Teilleistungen erbringen und die anschließende Ausbildung erfolgreich abschließen.

BÜA - Schematische Darstellung der Phasen I und II
Schematische Darstellung der Phasen I und II der Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA)

Zwei Stufen mit jeweils einem Schuljahr

Der Schwerpunkt im ersten Jahr beziehungsweise in Stufe I liegt auf dem berufsbildenden Lernbereich. Dabei werden drei inhaltliche Schwerpunkte gesetzt:

  • die berufliche Orientierung, durch Betriebspraktika von bis zu zwölf Wochen sowie die Verbindung von Theorie und Praxis,
  • die individuelle Förderung, besonders in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch und
  • die Förderung sozialer und persönlicher Kompetenzen durch unterschiedliche Unterstützungsangebote zum Thema Bewerbung und Ausbildung.

Der Unterricht findet in kleinen Lerngruppen (max. 16 Schülerinnen und Schüler) statt. Die Förderung in den allgemeinbildenden Kernfächern erfolgt in Kursen, die nach Leistungsniveau differenziert sind. In Stufe I lernen die Jugendlichen verschiedene Facetten unterschiedlicher Ausbildungsberufe kennen. Die Ausbildungsorientierung und das Lernen in den allgemeinbildenden Fächern werden durch sogenannte Profilgruppenstunden begleitet. Hier können die Schülerinnen und Schüler den eigenen Lernprozess reflektieren, ihre sozialen und persönlichen Kompetenzen entwickeln und sie werden bei der Berufswahl und dem Bewerbungsprozess unterstützt.

Ist die Berufswahlentscheidung bereits gefestigt, können statt weiterer Orientierungsphasen längere Praxisphasen in einem Betrieb stattfinden.

Das zweite Jahr beziehungsweise Stufe II der BÜA dient dazu, Schülerinnen und Schülern den Einstieg in einen Ausbildungsberuf zu ermöglichen, der den mittleren Abschluss voraussetzt. In dieser Stufe liegt der Schwerpunkt auf allgemeinbildenden Fächern. Fachrichtungsbezogene Inhalte werden in einem beruflichen Schwerpunkt angeboten. Schülerinnen und Schüler, die im ersten Jahr entsprechende Leistungen erbracht haben, in Stufe II neben gezielten beruflichen Grundqualifikationen auch den mittleren Schulabschluss erlangen.

Weitere Informationen zu den BÜA-Schulen, ihren Angeboten und Aufnahmevoraussetzungen erhalten Sie in der Publikation Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA).

Die Anmeldungen zur BÜA erfolgen jeweils bis zum 31. März eines Jahres über die bisher besuchte Schule.