Schule in Zeiten der Pandemie

Fragen und Antworten zum Schuljahresstart

Am 30. August startet für die hessischen Schülerinnen und Schüler nach sechs Wochen Sommerferien wieder die Schule.

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Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister
Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister
© HKM/ Patrick Liste

„Wir tun alles dafür, damit der Schulbetrieb nach den Sommerferien so sicher wie möglich stattfinden kann – und das mit Präsenzuntersicht an allen Schulen. Gerade für die Kinder und Jugendlichen ist die Corona-Pandemie eine besonders herausfordernde Zeit mit viel Verzicht. Ich freue mich deshalb außerdem, dass wir den Schülerinnen und Schülern mit dem neuen Testheft eine kleine Erleichterung für ihren Alltag und die Freizeit verschaffen können“, erklärt Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz. Währenddessen hat die Ständige Impfkommission ein Votum für Corona-Schutzimpfungen für Kinder ab 12 Jahren abgegeben. „Die Empfehlung erleichtert Eltern und ihren Kindern die Entscheidung. Das Impfen ist ein wichtiger Baustein für den sicheren Schulbetrieb“, betont der Kultusminister.

 

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Schuljahresstart:

Wie sehen die Planungen für das neue Schuljahr 2021/2022 aus?

Im neuen Schuljahr sollen landesweit alle Schulformen im Präsenzunterricht starten. Das bedeutet, dass regulärer Schulbetrieb an fünf Tagen die Woche für alle Schülerinnen und Schüler ohne gravierende Einschränkungen stattfindet.

Gibt es besondere Vorsichtsmaßnahmen direkt nach den Sommerferien?

Der Schulstart ist entscheidend für den weiteren Verlauf des Schuljahrs. Deshalb wird es zu Beginn für einen Übergangszeitraum spezielle Maßnahmen geben.

Für den Zeitraum der ersten zwei Schulwochen (Präventionswochen) werden präventiv folgende Vorkehrungen getroffen:

  • Erhöhung der Testfrequenz von zwei auf drei Tests je Woche,
  • Maskenpflicht (medizinische Masken) – unabhängig von der Inzidenz - auch am Platz während des Unterrichts,
  • Dringende Empfehlung zum Tragen der Maske auch im Freien bei Einschulungsfeiern und vergleichbaren Schulveranstaltungen.

Welche Maßnahmen zum Infektionsschutz werden an den Schulen ergriffen?

Tests

In den vergangenen Monaten haben sich die Antigen-Selbsttests an den hessischen Schulen als wichtiger und zuverlässiger Baustein erwiesen, um den Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Schulalltag maßgeblich zu erhöhen und den Präsenzunterricht möglichst sicher zu gestalten. Daher werden die erfolgreich erprobten Antigen-Selbsttests auch im neuen Schuljahr beibehalten. Die Teilnahme am Präsenzunterricht und anderen regulären schulischen Veranstaltungen in Präsenzform wird weiterhin nur Personen möglich sein, die getestet, geimpft oder genesen sind. Es werden weiterhin verpflichtend zwei Tests je Woche in der Schule durchgeführt (drei Tests je Woche in den ersten beiden Schulwochen).

Maskenpflicht

Im neuen Schuljahr besteht keine Maskenpflicht im Freien, am Platz während des Unterrichts und wenn es zu pädagogischen Zwecken erforderlich ist. Künftig sind allerdings mindestens medizinische Masken zu tragen. Ab einer Inzidenz von 100 gilt auch wieder am Platz eine Maskenpflicht. Eine Ausnahme in Bezug auf die Maskenpflicht stellen die oben genannten Regelungen zu den Präventionswochen dar.

Lüften & Luftfiltersysteme

Das richtige und regelmäßige Lüften ist das A und O für einen sicheren Unterricht, gerade dann, wenn im Klassenzimmer am Platz keine Maske mehr getragen werden muss. Die derzeit intensiv diskutierten Luftreinigungsanlagen könnten dabei unter gewissen Bedingungen unterstützen. Ersetzen können sie das Lüften aber nicht, wie neuste Studien zeigen. Das Land Hessen und der Bund unterstützen die Schulträger mit verschiedenen Programmen bei der Anschaffung von Luftfilteranlagen.

Was passiert bei steigenden Inzidenzwerten?

Die Inzidenzen bleiben ein wichtiger Indikator fürs Infektionsgeschehen. Aufgrund des erheblichen Impffortschritts hat sich die Bedeutung der konkreten Inzidenzzahlen allerdings geändert. Höhere Werte sind inzwischen fürs Gesundheitssystem verkraftbar. Nach den neuesten Anpassungen des hessischen Eskalationskonzeptes wird es bei höheren Inzidenzwerten in der Folge keinen Wechselunterricht oder Distanzunterricht mehr geben. In den Schulen ist dann weiterhin Präsenzunterricht vorgesehen. Ab einer Marke von 100 (7-Tage-Inzidenz) ist das Tragen einer Maske am Platz im Unterricht vorgesehen.

Alle Schülerinnen und Schüler bekommen in ihrer Schule nach den Ferien ein neues Testheft. Was ist das Testheft und wofür können es die Schülerinnen und Schüler nutzen?

In der Pandemie-Zeit mussten die Kinder und Jugendlichen auf viel verzichten. Das Testheft aus der Schule soll für eine kleine Erleichterung im Alltag und bei den Freizeitaktivitäten sorgen. Nach den Ferien bekommen dieses alle hessischen Schülerinnen und Schüler. Der dort vermerkte negative Nachweis kann dann auch im privaten Bereich verwendet werden, wenn die Vorlage eines Testergebnisses erforderlich ist. Die Vorlage dieses Testnachweishefts in Kombination mit einem Schülerausweis, Kinderreisepass oder Personalausweis ersetzt für Ungeimpfte und Nicht-Genesene den negativen Testnachweis einer zertifizierten Teststelle und kann im gesamten Land Hessen z. B. beim Besuch eines Kinos oder eines Restaurants als negativer Testnachweis genutzt werden. Im Testheft ist der Name der Schülerin oder des Schülers, der Name der Schule sowie jeweils der Tag der Selbsttestung angegeben.

Weitere Informationen zum Testheft

 

Testheft für Schülerinnen und Schüler

Die Ständige Impfkommission hat nun eine Empfehlung für die Impfung von Schülerinnen und Schülern ab 12 Jahren herausgegeben. Was bedeutet das für die hessischen Schülerinnen und Schüler?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Schutzimpfung aller Kinder ab 12 Jahren gegen das Corona-Virus. Diese Entscheidung ist ein weiterer wichtiger Baustein der vielfältigen Maßnahmen für einen sicheren Schulbetrieb und  den angestrebten Präsenzunterricht nach den Sommerferien. Eltern und ihre Kinder haben jetzt Handlungssicherheit. Kinder ab zwölf Jahren können mit den zugelassenen Impfstoffen in allen hessischen Impfzentren ohne Terminvereinbarung oder bei niedergelassenen Kinderärzten geimpft werden.

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