Schreiben vom 27. November 2020

SARS-CoV-2-Antigentests in Schulen ab dem 1. Dezember 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
in meinem Schreiben vom 16. November hatte ich Ihnen bereits angekündigt, dass wir Ihnen ein schnelleres Verfahren zur Testung auf das Coronavirus anbieten möchten.
Seit einigen Wochen sind sogenannte PoC-Antigen-Schnelltests auf dem Markt verfügbar. Mit Hilfe dieser Tests ist es möglich, nach einer Probeentnahme innerhalb ca. einer halben Stunde ein Testergebnis zu erhalten. Damit entfällt die Wartezeit auf die Auswertung in den Laboren.
Ab dem 1. Dezember werden die bisherigen laborgebundenen PCR-Tests abgelöst durch Antigentests. Die bisherigen Rahmenbedingungen bleiben erhalten. Das heißt, Sie können sich alle 14 Tage und ohne einen bestimmten Anlass und unter Vorlage der beigefügten „Testlegitimation“ testen lassen. 
Nach wie vor greift das freiwillige Testangebot nicht, wenn die zu testende Person
  • Symptome im Sinne der RKI-Symptomliste für Corona aufweist (insb. Fieber, trockener Husten, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns – dann gilt das übliche Testverfahren nach ärztlicher Vorgabe),
  • sich bereits in einem vom Gesundheitsamt geregelten Verfahren für Kontaktpersonen befindet,
  • ein anderer vom öffentlichen Gesundheitsdienst veranlasster Testgrund vorliegt, 
  • einen Warnhinweis in ihrer Corona-Warn-App vorliegen hat, 
  • Reiserückkehrer bzw. Reiserückkehrerin aus einem Risikogebiet ist.
In den genannten Fällen wird das Testverfahren vorrangig nach den für den jeweiligen Anlass geltenden Regelungen durchgeführt.
Der Test wird nach vorheriger telefonischer Terminabstimmung in jeder Arztpraxis mit Kassenzulassung, die sich an der Testung beteiligt (sog. Testpraxis) durchgeführt. Diese sind über die Filterfunktion der Arztsuche abrufbar unter: www.arztsuchehessen.de.
Die Proben werden je nach Herstellerangaben durch einen Abstrich aus dem Nasenund/oder Rachenraum genommen. Das Material aus dem Abstrich wird direkt im Anschluss an die Probenentnahme unter Verwendung der im Testkit enthaltenen Materialien analysiert und auf das Vorhandensein von SARS-CoV-2 untersucht.
Durch den Test kann eine Aussage dazu getroffen werden, ob bei der getesteten Person Virusmaterial nachweisbar ist, also eine Infektion stattgefunden hat und aktuell noch vor-liegt. So kann mit großer Wahrscheinlichkeit eine akute SARS-CoV-2-Infektion bei einer getesteten Person nachgewiesen werden.
Im Fall eines positiven Testergebnisses des PoC-Schnelltestes veranlasst die Testpraxis eine Bestätigung des Ergebnisses mittels eines PCR-Tests. Die Testpraxis ist dazu verpflichtet, das Gesundheitsamt unverzüglich zu informieren. Dieses wird Sie und Ihren Arbeitgeber (in der Regel also die Schule oder den Schulträger) kontaktieren, um ein weiteres Ausbruchsgeschehen zu verhindern.
Insgesamt bin ich davon überzeugt, dass wir mit dem nun möglichen Testverfahren deutlich schneller unentdeckte Infektionen erkennen und entsprechend reagieren können.
 
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
 
Wolf Schwarz
Ministerialdirigent
Abteilungsleiter I

 

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