Häufig gestellte Fragen

Fahrkostenerstattung

Wer ist für die Fahrkostenerstattung zur Schule zuständig?
Die Bedingungen der Schülerbeförderung sind in § 161 des Hessischen Schulgesetzes (HSchG) geregelt. Die Art der Schülerbeförderung sowie die Erstattung der Kosten sind Aufgaben der kommunalen öffentlichen Schulträger. Dies sind die Gemeinden, die Schulträger sind, die kreisfreien Städte und die Landkreise. Bei Fragen zur Erstattung der Schülerbeförderungskosten wenden Sie sich daher bitte direkt an den für Sie zuständigen Schulträger.

Ab welcher Entfernung erstattet der Schulträger in der Regel die Fahrkosten zur Schule?
Grundsätzlich gilt, dass bei einem Schulweg von mehr als 2 km zur zuständigen Grundschule beziehungsweise von mehr als 3 km zur weiterführenden Schule die Fahrkosten übernommen werden (s. § 161 Abs. 2 HSchG). Ausnahmen gelten für kürzere Strecken, die besonders gefährlich oder wegen einer Behinderung besonders beschwerlich sind. Vorrang hat die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Ist deren Benutzung nicht möglich oder nicht zumutbar, können die Schulträger Schulbusse einsetzen oder private Fahrkosten erstatten.

Woran bemisst sich die Erstattung der Fahrkosten?
Die Höhe der Erstattung orientiert sich daran, welcher Schulweg „notwendig“ ist. Das ist für die zuständige Schule der Grundstufe einerseits, für die übrigen Schulen der Grundstufe (z.B. gestattete oder zugewiesene Schulen) und für Schulen der Sekundarstufe I andererseits unterschiedlich geregelt. Die Einzelheiten finden Sie in § 161 Abs. 5 des Hessischen Schulgesetzes (HSchG).

Bis zu welchem Schuljahr werden Beförderungskosten erstattet?
Die Beförderungskosten werden bis zum Abschluss der Mittelstufe in dem gewählten Bildungsgang erstattet. Hierdurch wird eine kostenfreie Beförderung bis zum Ende der gesetzlichen Schulpflicht sichergestellt. In der Sekundarstufe II übernimmt der Schulträger die Kosten nicht.

Warum werden die Fahrkosten des 10. Schuljahres für Schülerinnen und Schüler des G8-Bildungsgangs nicht erstattet?
Das 10. Schuljahr ist für die G8-Schülerinnen und –Schüler bereits das erste Jahr der gymnasialen Oberstufe (Einführungsphase). Dass den Schülerinnen und Schülern des gymnasialen Bildungsgangs in der Organisation nach G8 keine Fahrkosten mehr erstattet werden, stellt keine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung dar, denn diesen Schülerinnen und Schülern werden die Fahrkosten bis zum Ende der Jahrgangsstufe 9 erstattet; von der Jahrgangsstufe 10 an bis zum Ende der Oberstufe, das heißt bis zur Jahrgangsstufe 12, müssen sie ihre Fahrkosten selbst tragen. Der Zeitraum, in dem die Fahrkosten nicht mehr übernommen werden, umfasst drei Jahre. Das entspricht exakt der Regelung, die auch für Schülerinnen und Schüler des gymnasialen Bildungsgangs nach G9 gilt: Auch sie müssen die Fahrkosten in den letzten drei Jahren ihres Schulbesuchs, also von der Jahrgangsstufe 11 bis zur Jahrgangsstufe 13, selbst tragen.

Beide Gruppen werden demnach, ebenso wie die eine Sekundarstufe II besuchenden Realschülerinnen und Realschüler, in gleicher Weise unterstützt, nämlich bis zum Ende der Mittelstufe in ihrem jeweiligen Bildungsgang (siehe hierzu § 11 Abs. 2 des Hessischen Schulgesetzes (HSchG).
 

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