Häufig gestellte Fragen

Kosten für Kopien (Lernmittelfreiheit)

Was bedeutet Lernmittelfreiheit?
Gemäß § 153 Absatz 1 des Hessischen Schulgesetzes (HSchG) besteht an hessischen Schulen Lernmittelfreiheit. Insoweit werden die an der Schule eingeführten Lernmittel (Schulbücher, digitale Lehrwerke und Lernmaterial) den Schülerinnen und Schülern der öffentlichen Schulen und der beihilfeberechtigten Ersatzschulen unentgeltlich zum Gebrauch überlassen. Aufgrund § 153 Abs. 4 HSchG gelten allerdings „Gegenstände geringeren Wertes“ (und näher bezeichnete andere) nicht als Lernmittel und müssen demzufolge auch nicht unentgeltlich zum Gebrauch überlassen werden. Gegenstände geringen Wertes sind solche Gegenstände, die zwar im Unterricht benötigt werden, deren Anschaffungspreis aber so gering ist, dass eine Anschaffung durch die Eltern bzw. die Schülerinnen und Schüler selbst möglich und zumutbar ist, ohne die Lernmittelfreiheit zu verletzen.

Weiterführende Informationen finden Sie außerdem in der Verordnung über die Durchführung der Lernmittelfreiheit.

Wie hoch dürfen die Kosten für Kopien sein?
Auch bei Kopien für den Unterricht handelt es sich um „Gegenstände geringeren Wertes“. Kopien sollen weder Schulbücher noch andere Werke ersetzen, sondern aktuelle, erweiternde Sachverhalte oder ergänzende Informationen liefern. Ein vertretbares Maß an Fotokopien darf dabei aus urheberrechtlichen Gründen nicht überschritten werden.

Aus Praktikabilitätsgründen ist es üblich und sinnvoll, wenn Schulen beziehungsweise die Lehrkräfte von den Schülerinnen und Schülern zu Beginn des Schuljahres einen einmaligen bestimmten Betrag als „Kopiergeld" erheben, anstatt jede Kopie einzeln abzurechnen. Die Entscheidung über die Höhe der zumutbaren Aufwendungen obliegt der Schule. Ein konkreter Betrag hinsichtlich der zumutbaren Anschaffungskosten ist weder im Hessischen Schulgesetz noch in der Verordnung über die Durchführung der Lernmittelfreiheit benannt.

Werden die eingesammelten Kopiergelder im laufenden Schuljahr nicht vollständig benötigt, sind die restlichen Mittel an die Schülerinnen und Schüler beziehungsweise die Erziehungsberechtigten am Ende des Schuljahres zurückzugeben.

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