Kultusministerkonferenz (KMK)

Hessens KMK-Präsidentschaft 2019

2019 hatte Hessen für ein Jahr die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz übernommen. Ein besonderer Fokus lag im Präsidentschaftsjahr auf der Stärkung und Förderung der Bildungssprache Deutsch.

kmk_rgb.jpg

KMK
© KMK

Turnusgemäß hatte Hessen 2019 für ein Jahr die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK) übernommen. Die KMK ist der Zusammenschluss der für Bildung und Erziehung, Hochschulen und Forschung sowie kulturelle Angelegenheiten zuständigen Ministerien der Länder und vertritt deren gemeinsame Interessen in Bildungsfragen.

Die Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, Konsens in länderübergreifenden Themenfeldern zu erzielen, auf eine Vergleichbarkeit der Abschlüsse und Standards hinzuwirken, eine größtmögliche Mobilität zwischen den einzelnen Bildungssystemen zu erreichen und dadurch zum schulischen Erfolg der Kinder und Jugendlichen in Deutschland beizutragen.

Dabei ist es üblich, die Präsidentschaft unter ein Schwerpunktthema zu stellen: im Falle Hessens die Stärkung und Förderung der Bildungssprache Deutsch.

Jahresthema: Stärkung und Förderung der Bildungssprache Deutsch

Wesentliche Faktoren auf dem Weg zum Bildungserfolg sind unter anderem die Fähigkeiten des Leseverstehens und des schriftlichen Ausdrucksvermögens. Unabhängig von der sozialen und familiären Herkunft ist das Beherrschen der Bildungssprache die wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Schullaufbahn.

Die Stärkung der Sprachkompetenz ist Querschnittsaufgabe über alle Fächer und Schulformen hinweg und bezieht alle Etappen mit ein – vom Übergang aus der Kita in die Grundschule und von dort in den Sekundarbereich der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen bis zur dualen Ausbildung.

Auf Initiative des Präsidentschaftslandes Hessen haben die Bildungsministerinnen und Bildungsminister im Dezember 2019 die Empfehlung „Bildungssprachliche Kompetenzen in der deutschen Sprache stärken" beschlossen. Denn es bedarf kontinuierlicher, auch institutionenübergreifender Maßnahmen der Schulpolitik, um die Stärkung sprachlicher Kompetenzen in der deutschen Sprache erfolgreich für alle Schülerinnen und Schüler zu verankern.

Die Empfehlung beinhaltet gemeinsame länderübergreifend abgestimmte Grundsätze der sprachlichen Bildung und Sprachförderung für die schulische Arbeit zur Verbesserung der Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Im Fokus der Empfehlung steht die ganzheitliche Förderung der bildungssprachlichen Kompetenzen Lesen, Schreiben (auch Rechtschreiben), Zuhören und Sprechen.

Stärkung der Bildungssprache bleibt besonderer Schwerpunkt in Hessens Bildungspolitik

Das Präsidentschaftsjahr neigt sich dem Ende zu, doch die Anstrengungen zur Förderung der Bildungssprache Deutsch werden auch darüber hinaus einen besonderen Stellenwert in Hessens Bildungspolitik einnehmen. Im Vorschulbereich wird mit einer Gesetzesänderung zur Verpflichtung der bislang freiwilligen Vorlaufkurse dafür gesorgt, dass alle Kinder mit entsprechendem Deutschförderbedarf vor der Einschulung Unterstützung erhalten. Außerdem laufen die Vorbereitungen für eine zusätzliche Stunde Deutschunterricht in der Grundschule zum kommenden Schuljahr sowie für eine neue Kompetenzstelle Orthografie auf Hochtouren.

KMK
  • KMK
  • KMK-Übernahme
  • KMK-Übernahme
Hessens KMK-Präsidentschaft
Schließen